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2109693: Villa di Manlio Vopisco (Nr. 20) im Bereich des Aniene

Tibur, Rom (Metropolitanstadt)

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Information on the Building

Localization:

Rom (Metropolitanstadt), Ancient place name: Tibur, Italien, IT, Tivoli
- Location information is in situ -

Geographical description:

Tivoli, entlang der Abhänge des Monte Catillo, an der östlichen Seite der Aniene-Schlucht (Quota 205-215), im Gebiet der Villa Gregoriana
Ancient landscape: Latium
Cultural era: römisch

Characterization:

Building type: Wohnbau, Villa
Preservation: Erhalten haben sich die Gewölberäume der aufwendigen Substruktionsanlagen sowie die Reste der darin befindlichen Wasserbecken-Installationen.
Description: Die Villa beinhaltet eine Reihe von verstreuten Konstruktionen innerhalb der modernen Villa Gregoriana. Auszugehen ist von einer 70 m langen, blockhaften Substruktion im Zentrum der Anlage, die nach NO ausgerichtet ist, und aus einer Reihe von parallelen quergelagerten Gewölberäumen (‚I‘-‚XIII‘) besteht, die teilweise an der Front geöffnet und teilweise geschlossen sind. Die Substruktion ergibt oberhalb eine einheitliche Plattform, während sich die Gewölberäume unterhalb an der Geländeformation orientieren und deshalb unterschiedlich hoch sind. Zum oberen Niveau der Villa führte eine Rampe, die sich im Hintergrund von Raum ‚XI’ öffnet. Im Raum ‚XII’, dem mittleren der hinteren Gewölberäume, befinden sich Einrichtungen für ein Wasserbecken. In Raum ‚XIII’ lassen sich keine besonderen Einrichtungen nachweisen. An seiner SO-Wand befindet sich allerdings ein überwölbter Gang, der in den Felsen geschlagen ist und vermutlich als Wasserleitung zu interpretieren ist. Diesen Gang könnte man mit demjenigen in Verbindung bringen, den Pacifici 1847 auf einer Länge von 17 m nachwies. Nach außen werden die Gewölberäume ‚XI’ – ‚XIII’ mit Strebepfeilern abgestützt. Dass sich nach außen Bogenfenster öffneten, wie Giuliani vorschlägt, ist wahrscheinlich, aber letztlich nicht zu klären. Unterhalb von Raum ‚XIII’ gibt es einen kleinen quadratischen Raum, der nur vom unteren Niveau zugänglich gewesen ist. Das Gelände vor den Räumen ‚XI’ – ‚XIII’ fällt stark ab, während sich vor der Gewölberaumreihe ‚I’ – ‚X’ eine schmale Ebene erstreckt, die ebenfalls mit Substruktionen gestützt worden sein muss. Die Wasserbecken-Installationen in den Räumen ‚XI’ – ‚XIII’ können als Fischbecken angesprochen werden können.
Ancient context: ländlich

History:

Die Villa wird allgemein für diejenige des Manlius Vopiscus gehalten, die Statius in den Silvae I, 3 ausführlich beschreibt. Cancik konnte jedoch 1978 richtigstellen, dass diese Zuschreibung nicht zu halten ist.

Dating:

Bauwerk-Baubeginn: Ende/spätes 2. Cent. v. Chr.

Bibliography:

H. Cancik, Tibur Vopisci. Statius, Silvae I, 3. Villa tiburtina Manili Vopisci, Boreas 1, 1978, 116-134;
C. F. Giuliani, Forma Italiae I 7. Tibur 1 (Rom 1970) 167-187 Ill. 339 Cat. no. 198;
H. Mielsch, Die römische Villa. Architektur und Lebensform (1987) 23. 68-70;
N. Neuerburg, L’Architettura delle Fontane e dei Ninfei nell’Italia antica (Neapel 1965) 36;
M. Tombrägel, Die republikanischen Otiumvillen von Tivoli. Palilia 25 (Wiesbaden 2012) 77. 105. 123. 124 Anm. 557. 130-131. 137. 153 Anm. 627. 161. 233 Cat. no. 20;

Catalog

Editor: Martin TombrägelCatalog number: 20