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76: Ares Ludovisi

Information about type

General:

Type - main designation: Ares Ludovisi
Classification: Ideal
Artist: Skopas / Lysipp ?

Sources:

Plinius, NH 36, 26

Description:

Stance: sitzend
Attributes: Schwert, Helm, Schild, Eros.
Clothing: Mantel
Hair: Kurze Lockenfrisur

Original & Copy:

Commentary - original: Die Benennung des Statuentypus als Ares und die Rückführung auf ein Vorbild des 4. Jhs.v.Chr. sind in der Forschung weitgehend akzeptiert (Anders: Coarelli 1997, Lattimore 1979). Die Benennung gründet sich neben den Attributen, auch auf der typologischen Übereinstimmung mit dem sitzenden Ares des Parthenonostfrieses. Welche der Attribute der Statue Ludovisi auf das Original zurückgehen, ist allerdings fraglich; zumindest der Schild wird durch die Replik in Neapel bestätigt. Von entscheidender Bedeutung für die Rekonstruktion des Vorbildes ist die Feststellung, daß die Statue Ludovisi vormals mit einer weiteren Figur eine Gruppe bildete. Eine Bosse auf der l. Schulter, sowie der Ansatz einer Stützstrebe hinter der Schwertscheide und Abarbeitungen am Felsensitz weisen darauf hin, daß eine größere Figur, vermutlich Aphrodite, neben dem sitzenden Ares gestanden hat. Die nachlässigere Ausführung der Frisur auf der l. Seite, die von einigen Repliken wiederholt wird, bestätigt diese Annahme; Die Datierung schwankt zwischen den dreißiger Jahren des 4. Jhs. und dem frühen 3. Jh.v.Chr. (Anders: Fink 1964, Coarelli 1997; Rolley 1999); Die mitunter ausgesprochene Zuweisung des Werkes an Skopas d.Ä. (Stewart 1977; Simon 1981) basiert auf der bei Plinius, nat. hist. 36, 26, erwähnten Kolossalstatue eines sitzenden Mars im Tempel des J. Callaecus, sowie auf einer allgemeinen Übereinstimmung des Kopfes mit dem des Meleager. Sie kann aber schon wegen des nur lebensgroßen Formates des Statue Ludovisi nicht als gesichert gelten. Stilistisch zeigt der Ares Ludovisi Anklänge an lysippische Werke (Vierneisel-Schlörb 1979, Beck 1984): Proportionen, Rumpfgliederung und Formgebung des Rückens finden ebenso wie der Bau des Kopfes und die regellose Lockenfrisur eine Entsprechung bei dem Apoxyomenos, der auch für die raumgreifende Anlage der Figur die nächste Parallele bietet. formale Klassifikation: Ideal Gottheit männlich: bartlos
Commentary - Copies / Variations / Comparisons: Der Statuentypus ist nur in einer weiteren Torsoreplik (Neapel) überliefert. Der mitunter als Wiederholung genannte Torso in Pergamon kann schon wegen der abweichenden Beinhaltung nicht als Replik gelten. Ungleich häufiger wurde demgegenüber der Kopf des Ares Ludovisi kopiert, auch in Verbindung mit anderen Statuentypen (Fink 1964; Lattimore 1979).

Dating:

Typus/Entwurf: spätklassisch, letztes Viertel 4.. Cent. v. Chr.
.
- after: Fink, Coarelli, Rolley -

Literature:

I. Beck, Ares in Vasenmalerei, Relief und Rundplastik (Frankfurt a. M. 1984) 115-122;
F. Coarelli, Il Campo Marzio (Rom 1997) 433 ff.;
J. Fink, Ein Kopf für viele. RM 71, 1964, 152-157.;
A. Giuliano (Hrsg.), Museo Nazionale Romano. Le Sculture 1, 5 (Rom 1983) 115 Cat. no. 51;
S. Lattimore, Ares and the Heads of Heroes, AJA 83, 1979, 71-78.
[Replikenliste];
Lexicon iconographicum mythologiae classicae I (1981) 514 Cat. no. 23 s. v. Ares
[E. Simon];
B. S. Ridgway, Hellenistic Sculpture I. The Styles of 331-200 B.C. (Bristol 1990) 84 ff. Pl. 48;
C. Rolley, La Sculpture Grecque II (1999) 282 Ill. 289;
A. F. Stewart, Skopas of Paros (New York 1977) 116 f. Pl. 48;
L. Todisco, Scultura greca del IV. secolo (Mailand 1993) Cat. no. 203;
B. Vierneisel-Schlörb, Glyptothek München. Katalog der Skulpturen II. Klassische Skulpturen des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. (München 1979) 424 ff.;