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34: Aphrodite in den Gärten

Information on the Type

General:

Type - main designation: Aphrodite in den Gärten
Type - auxiliary designation(s): Angelehnte Aphrodite, Aphrodite Daphni
Classification: Ideal Gottheit weiblich
Artist: Alkamenes

Sources:

Plinius, NH 36, 16; Pausanias, 1, 19, 2; Lukianos, Imagines 4 und 6.

Description:

Pose: gestützt; stehend
Attributes: Keine einheitlich überlieferten Attribute. Beim Original könnte der als Stütze dienende Baum attributive Bedeutung besessen haben.
Clothing: Chiton
Hair: Kopftypus nicht bekannt.

Original & copy:

Commentary - original: Die aus Marmor gearbeitete Aphrodite des Alkamenes war in dem bis heute nicht lokalisierten, am Ilissos gelegenen Heiligtum der 'Aphrodite in den Gärten' aufgestellt. Die literarische und die monumentale Überlieferung bezeugt 'Filialheiligtümer' am Nordabhang der Akropolis und in Daphni (Holtzmann 2003). Ein originales Oberkörperfragment aus Daphni im Athener Nationalmuseum (Inv. 1604), das als Rest des dortigen Kultbildes angesehen wird, bildet die Grundlage für die Verbindung des Typus der angelehnten Aphrodite mit dem alkamenischen Kultbild der 'Aphrodite in den Gärten' (Delivorrias 1968). Der Torso aus Daphni stellt aber bereits eine Variante der ursprünglichen Bildschöpfung dar, die durch die Torsen in Paris (Ma 414), Heraklion und eh. Smyrna übereinstimmend überliefert wird. Verbindlich für den Typus der 'Aphrodite in den Gärten' sind der unverschleierte Kopf, die relativ hohe Stütze unter dem leicht abgespreitzten l. Oberarm sowie die entblößte linke Schulter. Haltung: Mit linkem Oberarm oder Ellenbogen auf nebenstehenden Pfeiler oder Baum gestützt. L. Bein schräg nach vorne geschoben, kreuzt das r. Standbein. R. Arm angewinkelt. Kopfwendung nicht einheitlich überliefert
Commentary - copies / variations / comparisons: Die kaiserzeitlichen Kopien Paris, Ma 414, Heraklion und eh. Smyrna geben übereinstimmend ein etwa lebensgroßes Vorbild wieder. Die Gewanddrapierung stimmt hinreichend überein, um von Repliken zu sprechen, auch wenn die Form der nebenstehenden Stütze variiert: Der Torso eh. Smyrna zeigt ebenso wie der Torso aus Daphni eine voll ausgearbeitete linke Flanke => die Stütze war demnach nicht so eng mit dem Gewand verbunden wie bei Paris Ma 414; Eine Fülle von freien Nachbildungen und Varianten in Kleinkunst und Großplastik dokumentiert die Bekanntheit des Bildschemas. Ob die verschiedenen Fassungen auf mehrere klassische Originale zurückzuführen oder als Umbildungen des einen alkamenischen Kultbildes zu werten sind, ist derzeit nicht hinreichend geklärt.

Dating:

Typus/Entwurf: 8. Jahrzehnt 5.. Cent. v. Chr.

Bibliography:

M. Andronikos, Η Aφρoδίτη της Θεσσαλoνίκης. (Aphrodite von Thessaloniki), AEphem 124, 1985, 1-32.;
M. Bieber, Ancient Copies (New York 1977) 93 ff. Pl. 72;
A. Delivorrias, Die Kultstatue der Aphrodite von Daphni. Antike Plastik 8 (Berlin 1968) 19 ff.;
A. Delivorrias, EAA Subbl. 2, I (1994) 175;
N. Himmelmann, Eine Beobachtung an der "Oxford Bust", in: Studies in Classical Art and Archaeology. Festschrift P. H. von Blanckenhagen (New York 1979), 99-101. 101;
B. Holtzmann, L’Acropole d’Athenes. Monuments, cultes et histoire du sanctuaire d’Athèna Polias (Paris 2003) 204
E. Langlotz, Aphrodite in den Gärten, SbHeidelbAWiss. Phil-hist.Kl. 1953/54, 2. Abh. (Heidelberg 1954) 7 ff.;
Lexicon iconographicum mythologiae classicae II (1984) 30 ff. Cat. no. 193-196; 200;
G. Neumann, Zur Würzburger Schale des Kodrosmalers, Archäologischer Anzeiger 1969, 242-284.;
J. Overbeck, Die antiken Schriftquellen zur Geschichte der bildenden Künste bei den Griechen (Leipzig 1868) Cat. no. 812-815;
B. S. Ridgway, Fifth Century Styles in Greek Sculpture (Princeton 1981) 116;
C. Rolley, La Sculpture Grecque II (1999) 140 ff. Ill. 124;
B. Vierneisel-Schlörb, Glyptothek München. Katalog der Skulpturen II. Klassische Skulpturen des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. (München 1979) 112 ff. Note 19;