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8005554: Tarracina (Terracina)

Latina (Provinz)

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Information on the Topography

Localization:

Latina (Provinz), Italien, Terracina.
Roman province: Italia

Description:

anthropogen
Category: Stadt
Addition: Anxur; Anxyr; colonia maritima Tarracina
Ancient sources: Liv. IV 59, 9-10; Plut, Marius 36, 1.

Dating:

archaisch - mittelalterlich.

History:

Ab dem 6. Jh. v. Chr. sind hier die sog. Volsker literarisch belegt. Ihre Hauptstadt Anxur (Terracina) wurde 406 v. Chr. durch die Römer geplündert. Erst 329 v. Chr. eroberten sie die Stadt entgültig und gründeten sie als colonia maritima Tarracina neu. Die Stadt war über die Via Appia mit Rom verbunden und besaß eine strategische Lage. Die Via Appia hatte hier erstmals eine direkte Verbindung zum Meer. Terracina war zudem beliebter Standort exurbaner Villen. Im Hinterland baute man Wein an. 210 v. Chr. wird der Hafen erstmals erwähnt. Im Jahr 4 v. Chr. wurde hier der spätere Kaiser Galba geboren. In der Spätantike bestand die Stadt weiter. A. 4. Jh. n. Chr. wurde sie Bischofssitz. 1074 wurde die Kathedrale S. Cesario errichtet.

Excavations:

Im 16. Jh. zeichnete Baldassarre Peruzzi die Altertümer Terracinas. Erste archäologische Grabungen am Forum fanden im 19. Jh. statt. René de la Blanchéres publizierte 1883 die erste systematische Arbeit zu den antiken Bauwerken der Stadt. 1884 begannen unter Luigi Borsari die ersten Ausgrabungen auf dem Monte S. Angelo, die eine große Heiligtumsanlage bewiesen. Pio Capponi, Direktor des neu gegründeten Museo Civico, unternahm Untersuchungen auf dem Colle S. Francesco, wo sich ein weiteres Heiligtum befindet. Erste umfassende Gesamtdarstellung ist bei Giuseppe Luglis erstem Band der Forma Italiae (1926) zu finden. Seitdem wurden verschiedene Einzeluntersuchungen v.a. zum Forumsareal und zum Heiligtumskomplex auf dem Monte S. Angelo unternommen.

Persons:

Bibliography:

J. Böttcher-Ebers, Der Bogen als visuelles Zeichen im römischen Stadtbild (Hamburg 2012) 227-241;
F. Coarelli, Lazio. Guide archeologiche Laterza (Rom 1982) 113–140;
E.-M. Lackner, Republikanische Fora (München 2008) 197ff., 381;