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1000009: Arundel

Londinium, Greater London (Region)

Available images: 2

Information on the Collection

Localization:

Setup: 1616 Einrichtung einer Skulpturengalerie in Arundel House, London, zur Aufnahme sämtlicher Antiken. Nach dem Tod Arundels wurde offenbar der Arundel-Homer in Tart Hall, London, aufgestellt.

Localization:

Greater London (Region), Ancient place name: Londinium, Großbritannien und Nordirland, GB, London

Collection category:

aristokratisch

History:

Origination: 1606 heiratet Arundel die Aletheia Talbot, die 3. Tochter des Earl of Shrewsbury, und kommt dadurch in den Besitz eines großen Vermögens. 1612 aus Gesundheitsgründen 1. Reise nach Italien; 1613/14 2. Italienreise mit ersten Skulpturen-Ankäufen. Unternehmung von `Grabungen´ in Rom (die Stücke offenbar von Kunsthändlern zuvor vergraben): 1. Slgs.-Komplex; 1616 Schenkung der Slg. Roos an Arundel: 2. Slgs.-Komplex; 1621 beauftragt Arundel Thomas Roe (Botschafter in Konstantinopel) für ihn Antiken in Griechenland und Kleinasien zu erwerben. Zur Forcierung der Aktivitäten entsendet Arundel zunächst John Markham, 1625 William Petty nach Konstantinopel, der 1626 in Kleinasien (Pergamon, Samos) in großem Umfang Ankäufe tätigt. In Smyrna Aufkauf der konfiszierten Inschriftenslg. des französ. Philologen Peiresc. Die Stücke kommen 1627 nach London: 3. Slgs.-Komplex; Ab 1633 erwirbt Petty zahlreiche Antiken aus Italien. Ankäufe Arundels in England: 4. Slgs.-Komplex.
Collection: Nach dem Tod von Thomas Howard 1646 verwaltet seine Frau den gesamten Besitz, der nach ihrem Tod 1654 zwischen ihrem jüngeren Sohn William Lord Stafford und ihrem Enkel Henry Howard (jüngerer Sohn ihres älteren Sohnes Henry Frederick) aufgeteilt wird. Während Tart Hall mit dem “Arundel Homer” (Nr. 1) als einziger dort auf gestellter Antike an William Lord Stafford fällt, erhält Henry Howard Arundel House mit der Antikenslg., die er verkommen läßt (Verlust von 114 der ursprüngl. 250 Inschriften). 1667 werden auf Initiative John Evelyns die übrigen Inschriften der Universität Oxford geschenkt und von Humphrey Prideaux publiziert; Nach dem Tod seines älteren Bruders 1677 erbt Henry Howard Titel und Rechte. Er läßt Arundel House abreißen und läßt zahlreiche Antiken verkaufen, u. a. an Thomas Herbert, 8. Earl of Pembroke. Die unverkäuflichen Stücke werden auf dem Grund gelagert und bei Bauarbeiten beschädigt oder geraten in die Fundamente der dort errichteten Neubauten. Sie werden dort bei Bauarbeiten im 19. und 20. Jh. wieder ausgegraben; 1691 wird das Grundstück von Arundel House zur Bebauung freigegeben. Ein Großteil der verbliebenen Skulpturen werden an Sir William Fermore verkauft und gelangen über dessen Sohn Lord Pomfret an die Universität Oxford. Andere erhält ein Mr. Boyder (Boydell ?) Cuper (Diese gelangen später über John Freeman / Fawley Court und Edmund Waller / Hall Barn an das Ashmolean Museum sowie das British Museum). Die restlichen werden auf einer Mülldeponie an der Themse gelagert, wo sie unter Bauschutt begraben werden. (Diese Stücke werden zu Beginn des 18. Jhs. erneut ausgegraben und teils von Lord Burlington für Chiswick erworben, teils auf den Sitz der Dukes of Norfolk nach Worksop verbracht [dort 1761 teilweise verbrannt]).
Liquidation: um 1680; 1667 Schenkung der Inschriften-Steine an die Universität Oxford; 1677 Verkauf zahlreicher Antiken an Thomas Herbert, (später) 8. Earl of Pembroke, der sie in Wilton House bei Salisbury aufstellt. Zahlreiche weitere verschwinden in den Fundamenten von Neubauten auf dem Grund von Arundel House; 1691 werden weitere Skulpturen an Sir William Fermore verkauft (diese Stücke gelangen später über dessen Sohn Lord Pomfret an die Universität Oxford). Weitere Stücke erhält Mr. Boyder (Boydell ?) Cuper, der Rest wird am Themseufer in einer Mülldeponie begraben (s. unter Geschichte).

Persons:

Sources:

John Selden, Marmora Arundelliana (London 1628); Humphrey Prideaux, Marmora Oxoniensia (Oxford 1676).

Bibliography:

John Aubrey,The Natural History and Antiquities of Surrey 5 (London 1719);
B.F. Cook, The Classical Marbles from the Arundel House Site 247 ff.;
J. Dallaway, Anecdotes of the Arts in England (London 1800) 245-263;
M.J. Hammerson, Excavations on the Site of Arundel House in The Strand, W.C. 2, Transactions of the London & Middlesex Archaeological Society 26, 1975, 209 ff.;
D.E.L. Haynes, The Arundel Marbles (1975);
M.F.S. Hervey, The Life, Correspondence and Collections of Thomas Howard, Earl of Arundel (1921 [Reprint 1969]);
D. Howarth, Lord Arundel and his Circle (1985);
A. Michaelis, Ancient Marbles in Great Britain (Cambridge 1882) 6 ff. § 3 f., 12 ff. § 8 ff., 35 ff. 538-592;