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104153: Votivrelief an Zeus Meilichios

Berlin, Staatliche Museen, Antikensammlung Berlin

Catalog text

Name:

Votivrelief an Zeus Meilichios

Inventory number:

Sk 723

Author:

Ursula Kästner

Provenience:

Athen, gefunden zusammen mit Sk 722 am Hafen Zea, unweit der Zillerschen Häuser bei Anlage der neuen Strasse dorthin. 1879 erworben in Athen durch Professor von Heldreich (Blümel 1966, S. 75. Sicher identisch mit Theodor Heinrich Hermann v. Heldreich, Botaniker [1822 in Dresden – 1902 in Athen])

Measurements:

H.: 42 cm; B.: 22-25 cm; T.: bis zu 5 cm.

Material/Technique:

Grauer feinkristalliner Marmor (hymettisch?)

Preservation:

Oberfläche rotbraun versintert. An mehreren Stellen ist rote Ölfarbe auf die Oberfläche gekommen. Linke obere und rechte untere Ecke weggebrochen; die Oberfläche wurde mit kurzen Hieben eines flachen Eisens geglättet (Blümel 1966, S. 75) Bohrlöcher an der Standfläche; in der oberen Hälfte der der Rückseite weitere 2 Bohrlöcher
Die Arbeit ist etwas relativ grob ausgeführt und die finale Glättung fehlt (unfertig?); Rückseite unregelmäßig und grob behauen.

Additions:

März–April 1998 Restaurierung (Reinigung und Wiederanfügen der rechten unteren Ecke der Relieftafel) durch Aurelia Badde, Dokumentation vorhanden.

Inventories/Archival materials:

Inventar der Skulpturen II, S. 208, Nr. 723; Archiv Antikensammlung Rep. 1 Abt. A Inv 15

Catalogs:

Conze 1891, S. 271 Nr. 723; Blümel 1966, S. 75–76 Nr. 88 (K 91) Abb. 122 (mit Lit.).

Bibliography:

Neuere Literatur zu Zeus Meilichios:
Lalonde 2006; Vonderstein 2006
Zu den diasia: Parke 1987
Zum Abkürzungsverzeichnis

Description:

Das sich nach oben leicht verjüngende hochrechteckige Relief ist ohne seitlichen Rahmen, oben schließt es mit einer schmalen glatten Randleiste ab, die untere Randleiste ist unregelmäßig breit und soll wohl den steinigen Untergrund andeuten. Dargestellt ist rechts eine große Schlange, die sich in mehrfachen Windungen hoch über dem Boden erhebt. Der Schlangenkopf mit geschlossenem Maul ist leicht nach links emporgestreckt. Der Schlangenkörper ist durch einen seitlichen Grat ab dem Hals strukturiert. Links vor der aufgerichteten Schlange und nur halb so groß wie diese nähert sich eine Gruppe von drei Personen, die jeweils die rechte Hand im Gebetsgestus erheben.
Voran schreitet eine Frau in gefälteltem Untergewand und über dem Kopf gezogenen Himation, das auch die Hand fast einhüllt. Ihr folgen zwei Männer im Himation, das jeweils die rechte Brust frei lässt. Der hinter ihr Schreitende ist bärtig und etwas größer als die Frau. Dahinter folgt ein bartloser und kleinerer männlicher Adorant, dessen Gesichtsoberfläche beschädigt ist, so dass fälschlich der Eindruck entsteht, er trage einen Bart (Blümel 1966, S. 75–76).

Dating:

360-340 v. Chr.