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2103103: Scipionengrab

Roma, Rom (Metropolitanstadt)

Information on the Building

Localization:

Rom (Metropolitanstadt), Ancient place name: Roma, Italien, IT, Rom

Geographical description:

zwischen der Via Appia und der Via Latina, wenige hundert Meter vor der Porta S. Sebastiano. Die Fassade zeigt nach Nordwesten.
Roman province: Italia
Regio Rome/Italy: Regio I
Cultural era: römisch

Characterization:

Building type: Grabbau
Preservation: Von der Nordwestfassade ist nur noch ein kleines Stück an der rechten Seite erhalten, wo sich auch der Eingang zu der kleineren Grabkammer befindet, ein aus Aninetuff gebauter Bogen.
Description: Die Nordwestfassade war, soweit sich dies heute noch feststellen lässt, mit Halbpfeilern aus Tuff gegliedert, von denen nur noch einer erhalten ist. Diese hatten attische Basen und standen auf einem Tuffprofil, das mit dem Felsen gehauene Fundament, auf dem die Halbsäulen stehen und in dem sich die Zugänge zum Grab öffnen, war auf seiner ganzen Länge mit Fresken verziert. Der Haupteingang, dessen architektonishe Gestaltung verloren ist, lag weiter östlich. Der Grundriss ist regelmäßig, von etwa quadratischer Form. Vier Gänge bilden die Seiten, zwei kreuzen einander in der Mitte. Die Sarkophage wurden an den Wänden, in die hierfür zum Teil Nischen eingetieft sind, und um die vier großen natürlichen Felspfeiler, die nach dem Einschneiden der Gänge stehengeblieben sind, angeordnet. Es müssen hier mindestens 30 Sarkophage gestanden haben.

History:

Building history : Die Geschichte der Grabstätte lässt sich in großen Zügen aus dem Denkmal selbst, besonders aber aus den Inschriften und den Angaben der antiken Schriftsteller erschließen. Vor allem M. Tullius Cicero, der ein glühender Verehrer der Scipionen war, ist als Quelle wichtig. Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung geht das Grab mit Sicherheit nicht auf das 4.Jh.v.Chr. zurück. Sein Begründer muss Lucius Cornelius Barbatus, der Konsul des Jahres 298v.Chr., oder dessen Sohn gewesen sein, denn der älteste Sarkophag ist der des Barbatus. Auch die Dauer der Benutzung lässt sich ungefähr erschließen. Das Grab besteht aus zwei verschiedenen Teilen; dem in sich abgeschlossenen Hauptteil, der ein ziemlich regelmäßiges Viereck darstellt, und einem anderes ausgerichteten Gang im Ostteil, der einen eigenen Eingang besitzt. Dieser zweite Teil ist zweifellos später entstanden. Wahrscheinlich war der Hauptraum des Grabes um die Mitte des 2.Jh.v.Chr. schon vollständig besetzt.
Excavation: Entdeckung in zwei Schüben 1616 und 1780. Als die Eigentümer des Grundstücks, die Gebrüder Sassi, gegen Mitte Mai 1780 einen Keller aushoben, stießen sie auf das Grab, das bei dieser Gelegenheit genau untersucht wurde.
Restoration: 1926 nahm die Stadt Rom eine komplette Restaurierung vor, entfernte die Mauern, mit denen die entdecker die einstürzenden Gewölbe abgestützt hatten, und grub die Anlage vollständig aus.

Dating:

Bauwerk: Anfang/frühes 3. Cent. v. Chr.
- after: F. Coarelli -

Bibliography:

F. Coarelli, Rom. Ein archäologischer Führer (Mainz 2000) 349ff.;
F. Coarelli, Il sepolcro degli scipioni a Roma (1988)