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2100234: Thermen des Caracalla

Roma, Rom (Metropolitanstadt)

Information on the Building

Localization:

Rom (Metropolitanstadt), Ancient place name: Roma, Italien, IT, Rom

Geographical description:

Regio Rome/Italy: Regio XII
Cultural era: römisch

Characterization:

Building type: Thermen
Architectural order: komposit
Preservation: Im Baubestand gut erhalten, nie überbaut.
Description: Die Caracallathermen sind mit einer Grundfläche von ca. 340 x 330 m nach den Diokletiansthermen das größte Badegebäude in Rom und eines der größten der gesamten römischen Welt. Daniel Krencker hat für diese Art von Baukomplex den Begriff ›großer Kaisertyp‹ kreiert. Er besteht aus dem sog. Umfassungsbau, in dessen Innern sich, wohl von parkähnlichen Flächen umgeben, auf einer Fläche von ca. 220 x 140 m das eigentliche Thermengebäude (›Kernbau‹) erhebt. In diesem sind die Standardbadesäle untergebracht (apodyterium, frigidarium, tepidarium, caldarium sowie die hypäthrale natatio), darüber hinaus, zum Teil in symmetrischer Verdoppelung, weitere Säle, deren Funktion jedoch nur zum Teil geklärt ist, darunter die beiden sog. Palästren. Bei ihnen handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch um geschlossene Säle; Wasserbewirtschaftung und Heizanlagen waren in einem ausgedehnten unterirdischen System von Bedienungsgängen untergebracht, in denen vermutlich auch die enormen Mengen an Brennstoff gelagert wurden, die für das Funktionieren eines derartigen Massenbetriebes erforderlich waren. Die Wasserversorgung erfolgte über einen Abzweig aus einer der Fernleitungen, die Rom versorgten. Dieser endete im Südwesten; das Wasser wurde dort in ein Reservoir eingeleitet, um dann an die einzelnen Abnehmer verteilt zu werden. Das Abwassersystem, bestehend aus zahlreichen Kanälen, befindet sich noch ein Stockwerk tiefer als die Bedienungsgänge. Auf der Ebene der letzteren liegen ein Mithräum sowie eine Wassermühle; aus ihr kann vielleicht auf die Produktion von Brot für die nach Hunderten zählenden Badegäste geschlossen werden, die täglich den Baukomplex frequentierten; Von der reichen Ausstattung (Architekturdekoration, Skulpturen, Mosaiken) sind trotz der nachantiken Plünderungen beträchtliche Überreste erhalten geblieben, wenn auch nur zum Teil am Ort.

History:

Building history : Die Bauarbeiten wurden laut Ziegelstempeln 212 n. Chr. unter Caracalla angefangen und dauerten bis 217 n. Chr. Die Portikus wurde erst unter Elagabal und Alexander Severus fertiggestellt. Als im Jahre 537 n. Chr. die Wasserzufuhr abgestellt wurde, endete der Betrieb der Thermen.
Excavation: Die während der im 16. Jh. begonnenen Ausgrabungen entdeckten Funde befinden sich in verschiedenen Museen Roms.
Restoration: Unter Aurelian, Diokletian und Theoderich.

Dating:

Bauwerk: severisch, 1. Viertel 3. Cent. n. Chr.

Persons:

Bibliography:

E. Brödner, Untersuchungen an den Caracallathermen (1951);
J. Delaine, The Baths of Caracalla. A Study in the Design, Construction, and Economics of Large-Scale Building Projects in Imperial Rome. JRA Suppl. 25 (1997);
Lit.: G. Garbrecht – H. Manderscheid, Die Wasserbewirtschaftung römischer Thermen. Archäologische und hydrotechnische Untersuchungen, MInstWasser 118 A-C (1994) Bd. A, 93-130.;
G. Jenewein, Die Architekturdekoration der Caracallathermen, Publikationen des Historischen Instituts beim Österreichischen Kulturinstitut in Rom, 1. Abt., Abhandlungen 15 (Wien 2008) 3 Bde;
L. Lombardi - A. Corazza - F. Coarelli, Terme di Caracalla (1995);
I. Nielsen, Thermae et Balnea. The Architecture and Cultural History of Roman Public Baths (Aarhus 1990) I. 23 f. 53 f. 56 f. 88 f.; II. 3 C.8.;
Nachlass Konstantin Ronczewski (1874-1935);
LTUR V (1999) 42-48, s.v. Thermae Antoninianae (M. Piranomonte).;
F. Yegül, Baths and Bathing in Classical Antiquity (Cambridge/Mass. – London 1992) 146-162.;

URIs: