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2100108: Alter Athenatempel (sog. Hekatompedon)

Athenae / Athēnai, Athen (Regionalbezirk)

Information about structure

Localization:

Athen (Regionalbezirk), Ancient place name: Athenae / Athēnai, Griechenland, GR, Athen

Geographical description:

Der Alte Athena-Tempel liegt zwischen Erechtheion und Parthenon, jedoch direkt südlich am Erechtheion.
Ancient landscape: Attika
Roman province: Achaea
cultural sphere: griechisch

Characterization:

Building type: Tempel, Peripteros
Architectural order: dorisch
Condition: Dem Fundament ("Dörpfeld-Fundament") des Tempels werden einzelne Bauglieder aus Poros, Geison- und Simastücke aus Marmor sowie Giebelskulpturen zugewiesen.
Description: Der Grundriß (21,30 × 43,15 m) des Alten Athena-Tempels setzt sich aus einem inneren Fundament für den Naos in Form eines Amphiprostylos oder angesichts der Zeitstellung wahrscheinlicher eines Doppelantentempels, und einem äußeren Fundament der Ringhalle, mit 6 x 12 Säulen, zusammen. Der Naos war ählich gegliedert wie das Erechtheion mit dreischiffigem Ostraum und quergelegtem Westraum, sowie dazwischen zwei kleineren nebeneinander liegenden Räumen. Archäologisch gut überliefert ist der peisistratidische Tempel, der bei der Eroberung der Akropolis durch die Perser zerstört wurde. Sehr viele Bauteile dieser Phase, teils aus Marmor, teils aus Poros, hat man im sogenannten Perserschutt gefunden. Dieser Bau stammt aus der späten Tyrannenzeit. Dem Ostgiebel wird eine Gigantomachie und dem Westgiebel eine Tierkampfgruppe zugewiesen. Größtenteils bestand der Tempel aus Poros.
Ancient context: Akropolis

History:

Construction history : Der Tempel wurde als Kultbau für Athena Polias errichtet, um die Mitte des 6. Jh. v. Chr. Der Bau wurde 480 v. Chr. zerstört und in der folgenden Zeit abgetragen. Teile von ihm sind in der nördlichen Umfassungsmauer der Akropolis verbaut
Excavation: 1885 entdeckte W. Dörpfeld die Fundamente südlich des Erechtheions. Die erhaltenen Teile des Bauschmucks wurden an verschiedenen Stellen wärend des 19 Jh. aufgedeckt.

Dating

Bauwerk: hocharchaisch, (peisistratidisch).
Bauwerk: hocharchaisch, (um 520 v. Chr.).
- after: Schuchhardt -

Literature:

G. Gruben, Griechische Tempel und Heiligtümer ⁵(München 2001) 162. 167 f. 170. 180. 187. 210. 213 f. 242. 248;
R. Heberdey, Altattische Porosskulptur: ein Beitrag zur Geschichte der archaischen griechischen Kunst (Wien 1919) 163-169;
J. M. Hurwit, The Athenian Acropolis: History, mythology, and archaeology from the neolithic era to the present (Cambridge 1999) 106-116 Ill. 76-87;
K. Kissas, Archaische Architektur der Athener Akropolis. Dachziegel – Metopen – Geisa – Akroterbasen, AF 24 (Wiesbaden 2008);
M. Korres, Die Athena-Tempel auf der Akropolis, in: W. Hoepfner (Hrsg.), Kult und Kultbauten auf der Akropolis. Int. Symposion vom 07. bis 09. Juli 1995 in Berlin (1997) 218 ff.;
U. Muss – Ch. Schubert, Die Akropolis von Athen (Graz 1988) 51 ff.;
Nachlass Hans Schrader (1869-1948);
W.-H. Schuchhardt, Die Sima des alten Athenatempels der Akropolis, AM 60/61, 1935/36, 95 f.;
H. A. Shapiro, Art and Cult under the Tyrants in Athens (Mainz 1989) 18 ff. Pl. 2 b;
J. Travlos, Bildlexikon zur Topographie des antiken Athen (Tübingen 1971) 143-147 Ill. 194-199;
Th. Wiegand, Die archaische Poros-Architektur der Akropolis zu Athen (Kassel/Leipzig 1904) 115-147;

URIs: