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2100010: Erechtheion

Ἀκρόπολις, Athen

Information on the Building

Localization:

Athen, Ancient place name: Ἀκρόπολις, Griechenland, GR, Akropolis

Geographical description:

Auf der Akropolis von Athen neben dem alten Tempel der Athena.
Ancient landscape: Attika
Roman province: Achaea
Cultural era: griechisch

Characterization:

Building type: Tempel
Architectural order: ionisch
Preservation: Es fehlen Dach, Giebel und größere Teile des Gebälks.
Description: Das Gebäude aus pentelischem Marmor diente mehreren Kulten und vereinigt wohl deshalb verschiedene Baukörper miteinander. Das Erechtheion ist in seinem ostwestlich orientierten Hauptteil ein langrechteckiger prostyler Tempel ionischer Ordnung ohne Pronaos (11,63x22,76 m; Säulenhöhe 6, 59 m). Die Cella ist in vier Räume gegliedert, die auf unterschiedlichem Niveau liegen. Der größte ist von Osten her zugänglich. Die drei anderen Räume sind von den beiden nördlich und südlich anschließenden Vorhallen aus erreichbar, die beide selbst auch Kultplätze beherbergten und am Westende des Hauptbaus anschließen. Die Westseite ist blendfassadenartig gestaltet: Über einem wandartigen Sockel erheben sich vier ionische Halbsäulen, denen auf der Innenseite Pilaster entsprechen. In die Wände zwischen ihnen sind Fenster eingelassen. Die Westseite wird rechts und links von angedeuteten Anten gerahmt. Die südliche Vorhalle liegt auf dem gleichen Niveau wie der anschließende Hauptteil des Tempels. Ihr Gebälk mit dem flachen Dach wird von auf einer Sockelwand stehenden Karyatiden getragen (sog. Korenhalle). Die Westwand der südlichen Vorhalle fluchtet mit der Westwand des Hauptteils des Gebäudes. Auf über drei Meter tiefer liegendem Niveau wurde die nördliche Vorhalle gebaut, deren Gebälk von hohen, schlanken ionischen Säulen getragen wird. Die Westseite dieser Vorhalle ragt ungewöhnlicherweise weiter nach Westen vor als die Westwand des Hauptteils; Dem Gebäude fehlt eine Symmetrieachse; Das Gebäude war sehr reich ornamentiert, wobei auf Farbeffekte durch unterschiedliche Marmorsorten und durch Einlage von Glasperlen Wert gelegt wurde; Zu dem Tempel gehören die terrassierten Flächen um ihn herum, auf denen auch noch Kultplätze zu finden sind. Gebäudetyp speziell: ionischer Tempel

History:

Building history : Der Tempel ist der Ersatz für den alten Athenatempel und barg mehrere Kulte: für Athena Polias, für die attischen Urkönige Erechtheus und Kekrops sowie für Poseidon, Boutes und Hephaistos; Noch in der Antike wurden im westlichen Teil des Erechtheion Änderungen und Zusätze durchgeführt. Reparaturen fanden im Jahr 377/6 v. Chr. und im Jahr 27 v. Chr. statt; Das Gebäude wurde im 7. Jh. n. Chr. zu einer christlichen Kirche umgebaut; Während der türkischen Besetzung stürzten Teile ein und einige Bauglieder wurden fortgeschafft. Im Erechtheion befand sich ein Harem.
Restoration: Zu Beginn des 20. Jhs. wurde das Erechtheion wiederhergestellt und gesichert. In den Jahren zwischen 1977 und 1988 wurde das Erechtheion erneut restauriert und untersucht. Teilweise wurden fehlende Bauglieder in pentelischem Marmor nachgearbeitet. Plastische Bauteile wurden durch Abgüsse ersetzt und ins Museum gebracht. Die Eisendübel und -klammern wurden durch Titanklammern ersetzt. Bleiplatten sollen das Eindringen von Wasser verhindern.

Dating:

Bauwerk: klassisch, 5. Cent. v. Chr.

Inscriptions:

Bibliography:

W. Dörpfeld, Erechtheion (Berlin 1942);
G. Gruben, Griechische Tempel und Heiligtümer, 4. Aufl.(München 1986) 193 ff.;
H. Berve - G. Gruben, Griechische Tempel und Heiligtümer (München 1961) 69 f., 182 ff. Pl. XVI, XVII Fig. 69;
H. Kähler, Der griechische Tempel: Wesen und Gestalt (Berlin 1964) Ill. 30;
H. Knell, Perikleische Baukunst (Darmstadt 1979) 47 ff.;
Nachlass Ferdinand Noack (1865-1931);
J. M. Paton (Hrsg.), The Erechtheum measured, drawn and restored by Gorham Phillips Stevens (Cambridge 1927);
Nachlass Oscar Reuther (1880-1954);
Nachlass Alfred Schiff (1863-1938);
L. Schneider – C. Höcker, Die Akropolis von Athen: antikes Heiligtum und modernes Reiseziel (Köln 1990) 208 ff.;
Nachlass Hans Schrader (1869-1948);
J. Travlos, Bildlexikon zur Topographie des antiken Athen (Tübingen 1971) 213 ff.;

FA photo prints:

Forschungsarchiv für antike Plastik 6526/0 - 6529/0 (Foto Kähler)