Since you are using Arachne as a guest, you can only view low-resolution images.
Login

2100006: Parthenon

Ἀκρόπολις, Athen

Information about structure

Localization:

Athen, Ancient place name: Ἀκρόπολις, Griechenland, GR, Akropolis

Geographical description:

Auf der Akropolis von Athen.
Ancient landscape: Attika
Roman province: Achaea
cultural sphere: griechisch

Characterization:

Building type: Tempel, Peripteros
Architectural order: dorisch
Architect: Iktinos und Kallikrates
Condition: Die Peristase und das Gebälk sind weitgehend erhalten. Geison und Giebel sind stark zerstört, ebenso die Cellamauern und die innere Säulenreihe. Das Dach fehlt.
Description: Der Tempel wurde auf dem Fundament des Vorparthenon (31,39x76,81m) gänzlich aus Marmor errichtet; Die Peristase besteht aus 8x17 Säulen und steht auf einem dreistufigen Unterbau (26, 19 x 69, 61m). Im Westen und Osten wurde jeweils eine weitere Säulenreihe von 6 Säulen hinzugefügt (Amphiprostylos); Der Tempel ist im Maßverhältnis 4:9 konzipiert, wobei sich der Säulendurchmesser zur Säulenhöhe 1:5 verhält. Das Grundmodul des Entwurfs beträgt 28,627 cm; Das westliche Drittel der Cella ist ein eigener Raum, dessen Dach von vier großen ionischen Säulen getragen wird; Im östlichen Teil der Cella stand das Kultbild. Eine u-förmig angeordnete Säulenreihe teilt diesen Raum. In der östlichen Cellawand waren zwei Fenster; Der dorische Eckkonflikt wurde durch eine neue Variante gelöst: Die Ecksäulen wurden weiter als notwendig nach innen verschoben und zusätzlich dicker gestaltet. Die Metopen über den äußeren Interkolumnien wurden kontinuierlich schmaler gearbeitet; Kurvaturen und die Entasis der Säulen beleben den gesamten Bau.

History:

Construction history : Im Fundament sind Teile des unvollendeten sogenannten Vorparthenon verbaut; Der Tempel wurde im Rahmen des perikleischen Bauprogramms errichtet. Nach der Schlacht am Granikos weihte Alexander d. Gr. Schilde, die an der Ostfront angedübelt wurden. Nero ließ eine Inschrift an der Ostfront anbringen. In der Spätantike wurde der Bau brandbeschädigt. Danach wurde die innere Säulenreihe durch Säulen, die aus einem hellenistischem Gebäude stammten, ersetzt. Im 6. Jh. n. Chr. wurde der Tempel zu einer christlichen Kirche umgewandelt, wobei in die östliche Cellawand eine Apsis eingebaut wurde; 1687 wurde das Gebäude durch eine Explosion stark zerstört. Die Türken errichteten eine kleine Moschee im Parthenon, die im 19. Jh. ganz abgebaut wurde. In dem gleichen Jh. ließ Lord Elgin einen großen Teil der Skulpturen abmeißeln und nach London bringen.
Restoration: Im frühen 20. Jh. wurden umgefallene Teile wieder aufgerichtet. Auch zur Zeit werden wiedergefundene Bauglieder des Parthenon wieder zusammengeführt und aufgerichtet. Die am Bau verbliebenen originalen Skulpturen werden durch Abgüsse ersetzt.

Dating

Bauwerk: klassisch, 5. Cent. v. Chr. (448- 432 v. Chr.).

Inscriptions:

Literature:

A. H. Borbein, Das Alte Griechenland (München 1995) 168 f.;
Nachlass Wilhelm Dörpfeld (1853-1940);
G. Gruben, Griechische Tempel und Heiligtümer, 4. Aufl.(München 1986) 163 ff.;
H. Berve - G. Gruben, Griechische Tempel und Heiligtümer (München 1961) 66, 170 ff. Pl. XV;
H. Kähler, Der griechische Tempel: Wesen und Gestalt (Berlin 1964) 35 f. Ill. 26;
H. Knell, Vier attische Tempel klassischer Zeit. Zum Problem der Baumeisterzuschreibung, AA 88, 1973, 94 ff.;
H. Knell, Perikleische Baukunst (Darmstadt 1979) 6 ff.;
Nachlass Josef Röder ;
Nachlass Alfred Schiff (1863-1938);
Nachlass Eduard Schmidt (1879-1963);
L. Schneider – C. Höcker, Die Akropolis von Athen: antikes Heiligtum und modernes Reiseziel (Köln 1990) 124 ff.;
L. Schneider, Der Parthenonfries - Selbstbewußtsein und kollektive Identität, in: E. Stein-Hölkeskamp - K.-J. Hölkeskamp (Hrsg.) Die griechische Welt. Erinnerungsorte der Antike (München 2010) 259-279;
Nachlass Hans Schrader (1869-1948);
J. Travlos, Bildlexikon zur Topographie des antiken Athen (Tübingen 1971) 444 ff.;
Nachlass Carl Weickert (1885-1975);
S. Woodford, The Parthenon (Cambridge Mass. 1981);

URIs:

Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Parthenon, Sources: Wikipedia (DE).

Photo reprints FA:

Forschungsarchiv für antike Plastik 6520/0 - 6527/0 (Foto Kähler)