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2100001: Tempel F, sog. Tempel der Concordia

Ακράγαντα / Akragas / Agrigentum, Agrigent (Provinz)

Information on the Building

Localization:

Agrigent (Provinz), Ancient place name: Ακράγαντα / Akragas / Agrigentum, Italien, IT, Agrigent

Geographical description:

Der Tempel liegt im Süden der Stadt an der Stadtmauer, 700 m westlich des Juno-Tempels.
Ancient landscape: Sizilien
Roman province: Sicilia
Cultural era: griechisch

Characterization:

Building type: Tempel, Peripteros
Architectural order: dorisch
Preservation: Der Tempel ist einer der drei am vollständigsten erhaltenen griechischen Tempel. Es fehlt nur das Dach; Bei dem Umbau in eine Kirche wurden die Längswände der Cella arkadenartig durchbrochen und ihre Westwand beseitigt.
Description: Aus einer mittelalterlichen Quelle wird die Vermutung abgeleitet, daß der Tempel den Dioskuren geweiht war; Der Tempel ist aus einheimischem Muschelkalk gebaut; Eine zehnstufige Freitreppe führt zur Ostfront des Tempels. Das Grundmodul für den Tempelentwurf ist der dorische Fuß (32,8 cm); Der Stylobat (16,925 x 39,42 m) ist wie 3 : 7 proportioniert; Er hat 6 x 13 Säulen und eine vierstufige Krepis. Triglyphen und Metopen stehen im Verhältnis 2:3 zueinander; Die beiden Fronthallen sind genau 11/2 Joch tief; In der verstärkten Türwand der Cella ist zu beiden Seite der Tür eine gewinkelte Treppe angelegt; Tempel D und Tempel F von Agrigent sind sich sehr ähnlich, allerdings ist der jüngere Tempel F in seinen Maßverhältnissen exakter. Dies führte dann zur doppelten Kontraktion der äußeren Jochweiten bei der Lösung des Eckkonfliktes und damit zu unterschiedlichen Breiten der Metopen; Die Verhältnisse der Säulenordnung ähneln denen des Zeustempels von Olympia. Gebäudetyp speziell: dorischer Peripteros

History:

Building history : Die Errichtung des Tempels fiel in klassische Zeit um 450 v. Chr. Sie dürfte im Zusammenhang mit den Siegen Therons, Tyrann von Akragas, gegen die Karthager stehen; Der heilige Gregorius von Girgenti ließ den Tempel im Jahre 597 in eine Kirche der Apostel Petrus und Paulus umbauen; Aufgrund dieses frühen Umbaus war der Tempel als Gebäude immer bekannt und sichtbar.
Restoration: Die Westfront des Naos ist stark restauriert.

Dating:

Bauwerk-Fertigstellung: hochklassisch, Mitte 5. Cent. v. Chr.
Bauwerk-Umbau: frühmittelalterlich, (597 n. Chr.), terminus ad quem.
- Argument: Schriftquellen -

Bibliography:

P. Griffo, Akragas - Agrigento. La storia, la topografia, i monumenti, gli scavi (o.J.) passim;
G. Gruben, Griechische Tempel und Heiligtümer, 4. Aufl.(München 1986) 312 ff.;
H. Berve - G. Gruben, Griechische Tempel und Heiligtümer (München 1961) 86-89 Pl. XXVII, XXIX;
H. Kähler, Der griechische Tempel: Wesen und Gestalt (Berlin 1964) Ill. 39;
R. Koldewey – O. Puchstein, Die griechischen Tempel in Unteritalien und Sicilien (Berlin 1899) passim;
D. Mertens in: W. Hoepfner (Hrsg.), Bauplanung und Bautheorie der Antike, DiskAB 4 (1984) 137 ff.;
D. Mertens, Greek Architecture in the West, in: G. P. Carratelli (Hrsg.), The Western Greeks, Ausst. Kat. (Venedig 1996) 315 ff.;
J. de Waele, I grandi templi, in: L. Braccesi – E. De Miro (Hrsg.), Agrigento e la Sicilia greca, Kolloquium Agrigent 1988 (1992) 157 ff.;

FA photo prints:

Forschungsarchiv für antike Plastik 6506/0-6512/0 (Foto Kähler)