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8001127: Kreuzfahrerburg: Krak des Chevaliers

Kalaat Hosson el Akrad / Ḥoṣn al-Ākrād / Crac de l'Hospital / حصن الأكراد, Nahiyat an-Nasira

Information on the Topography

Localization:

Nahiyat an-Nasira, Ancient place name: Kalaat Hosson el Akrad / Ḥoṣn al-Ākrād / Crac de l'Hospital / حصن الأكراد, Syrien, Krak des Chevaliers.
Ancient landscape: Syrien
Roman province: Syria

Description:

anthropogen
Category: Befestigung
Loose description: Die Burg steht auf einem Ausläufer des Alawitengebirges und beherrscht das Tal zwischen diesem und dem Libanongebirge. Der Besitz der Befestigungsanlage war für den Handel, aber auch für die militärische Sicherung der Region zwischen Tripolis und Homs von entscheidender Bedeutung.

History:

Die erste historisch greifbare Befestigung wurde 1031 durch den Emir von Homs auf dem Berg errichtet. Sie hatte den Namen Hisn al-Akrād.1099 erreichte das Heer des Ersten Kreuzzugs unter Raimund von Saint-Gilles, das sich auf dem Weg nach Jerusalem befand, Hisn al-Akrād. Das Heer besetzte die Burg und hielt sich zehn Tage darin auf, bevor es weiterzog und die Stadt Arqa belagerte. Nachdem das Kreuzfahrerheer weitergezogen war, gelangte die Burg wieder in muslimischen Besitz. 1110 wurde Hisn al-Akrād durch den normannischen Heerführer Tankred von Tiberias erobert. Verwaltet wurde die Burg fortan durch Vasallen des Grafen von Tripolis, die sich „de Crato“ nannten. Weil der Graf von Tripolis sich die Unterhaltung der Burg nicht mehr leisten konnte, verkaufte er die Festung 1142 an den Johanniterorden. Zwei Erdbeben, die 1157 und 1170 schwere Zerstörungen anrichteten, waren der Anlass für umfangreiche Bauarbeiten an der Burg ab 1170. Nach abermaligen Erdbebenschäden 1201/02 wurde die Burg umfassend ausgebaut. 1267 griff Sultan Baibars erstmals den Krak des Chevaliers an und eroberte drei Burgen und 16 feste Türme in der Umgebung. 1271 kam es zu einer Belagerung der Burg. Am 8. April 1271 ergaben die Johanniter sich gegen Zusicherung des freien Abzugs und die Burg fiel endgültig in muslimische Hände. Trotz der zerstörerischen Belagerung konnten die Schäden realtiv schnell behoben werden. Die Festung wurde bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts militärisch genutzt. Ende des 19. Jahrhunderts bauten sich Einheimische ein kleines Dorf in die Anlage. Seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 wurde die Burg vom syrischen Militär und dann durch die Freie Syrische Armee besetzt. Bei den Kämpfen kam es zu Zerstörungen und Plünderungen. Mitte Juli 2013 wurde bei erneuten Luftangriffen einer der Türme schwer beschädigt. Am 20. März 2014 konnten Regierungstruppen nach Luftangriffen die Burg und das in der Nähe liegende Dorf al-Hosn wieder zurückerobern.

Bibliography:

T. Biller, Der Crac des Chevaliers. Die Baugeschichte einer Ordensburg der Kreuzfahrerzeit (Regensburg 2006);
ʿAbd al-Qādir Rīḥāwī, e Crac des Chevaliers. Guide touristique et archéologique (Damaskus 1961);
Syrie et Liban : Carte Touristique Kart. D-6770,5. 1936. (available online)

URIs: