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2100077: Casa V 1, 23.26. Sog. Casa di L. Caecilius Iucundus

Pompeii, Pompei

Available images: 1

Information on the Building

Localization:

Pompei, Ancient place name: Pompeii, Italien, IT, Pompei
- Location information is Aufbewahrungsort -

Geographical description:

Pompeji, Regio V, Insula 1, Eingänge 23 und 26; Haus des L. Caecilius Iucundus (gehört in den Komplex V 1, 23.25.26.27.10: Haus des L. Caecilius Iucundus, argentarius oder coactor argentarius und der Rustica (?); Casa del Notatio; Casa del Banchiere; Casa di Ifigenia; Doppelhaus)
Ancient landscape: Kampanien
Roman province: Italia
Cultural era: römisch

Characterization:

Building type: Wohnbau, Atriumhaus
Preservation: Den Vesuvstädten entsprechende Erhaltung.
Description: Kalkstein-Portal mit kubischen Kapitellen und Zahnschnittgesims aus Tuff. Breites vestibulum und fauces mit atrium tusc. (displuv.?), Ziegel-impl., verputzt, mit Mosaikrand, ohen Zisterne, Marmoraltar und arca. Links Laden 25, rechts Laden 27. Nebenräume des atriums: Links 2 cubicula, ala mit Durchgang zu 23, rechts cella ostiaria mit Bett, Schrank, ala. Offenes tablinum, davor Hermenpfeiler, Stufe zum Garten. Links andron zum Garten mit Nebeneingang zum trcilinium. Dreischenkliges Pseudoperistyl (5 gemauerte Säulen, 3 Halbsäulen mit Lavakapitellen), Pergula auf 2 Säulen im Hintergrund. Niedriger pluteus. Zweischenklige Marmorrinne und Zisterne. Nebenräume: im Süden keine weiteren Räume, im Westen 2 triclinia, im Norden Durchgang zu 23, kleiner Raum mit Rundfenster und lararium, großes tricliniu, cubiculum, apotheca mit Wasserhochbehälter neben der an der Ostwand liegenden Treppe zum OG. An der Ostseite zwischen 2 diaetae kleine exedra mit Tisch und lararium, darunter Kellereingang.

History:

Building history : Das samnitische Kalksteinhaus des 2. Jhs. v. Chr. wurde in römischer Zeit umgebaut, indem u. a. ein Peristyl hinzugefügt wurde. Nach dem Erdbeben von 62 wurde das Haus erneuert.
Excavation: 1844. 1875f. 2003-2006
Funde: Hermenschaft mit Büste; In der Nord-Ost-Ecke des Peristyls in 4 m Höhe ein Kasten mit libelli; Altar mit Darstellung des Erdbebens und Dankopfer (1976 geraubt); (Bronze)Schale; Pfanne; 3 Maße; 3 Waagen; Schüssel; Lampen und etwas Geschirr aus Terrakotta und Glas; 1 Messer; Die Mehrzahl der Malereien in den Häusern Nr. 23 und Nr. 26, beide bewohnt vom Bankier Caecilius Iucundus und vor dieser Dekorierung erst vereinigt, gehört in den späten Dritten Stil. In Haus Nr. 23 Mau erwähnt solche Malereien für das Zimmer c, die Ala d, das Tablinum e, den Raum h und das Triclinium k, in Haus Nr. 26 für das Vestibulum a, das Atrium b, die Ala e, Tablinum i und das Triclinium u. Im zuletzt genannten Haus wird diese Dekorierung späten Dritten Stils teilweise von einer im Vierten überdeckt; in den Räumen c und f und der Ala h. Dieser planmäßige Umbau des Peristyls und die darauf folgende malerische Neugestaltung unterscheiden sich von den eher rohen Ausbesserungen im vorderen Teil des Hauses V 1,26 rings um das Atrium, mit Ausnahme des nur roh verputzten Raumes n. Zutreffend haben zuletzt Karivieri und Forsell auf die Graffiti im Putz der Ädikulasäulen verwiesen, die Claudius nennen. Sie ordnen diese Phase zwischen die beiden Hauptphasen, also der Eigenständigkeit und der Vereinigung der Häuser und der sukzessiven Ausmalung im späten Dritten Stil. Wenn dies zutrifft, dann fällt die Dekorierung mit Sicherheit in die spätclaudische oder gar frühneronische Zeit. Mau und Dexter verbinden die Malereien Vierten Stils in und um das Peristyl l und die Dekorierung der betreffenden Zimmer im Vierten Stil mit dem Umbau der Ostportikus in die Räume s und t und die Einrichtung der Exedra r. Dazu gehört auch die der Exedra vorgeblendete, im Bereich des Gartens liegende Ädikula. Während Mau diese Dekorationen nicht genauer datiert, setzt sie Dexter in die Zeit nach 62 n.Chr. Nur roh verputzt sind in Haus Nr. 23 die Neben- und Wirtschafträume m, n, o, p. Auch die Wände der Räume n und q im Haus Nr. 26 tragen nur Rauhputz, allerdings ist in Zimmer n in der Westwand eine Rundnische mit gelb gefärbtem Stuck ausgekleidet, an die der die restlichen Wände bedeckende Rauhputz herangearbeitet ist. Es handelt sich offensichtlich um einen Reparaturputz.

Dating:

Bauwerk: frühkaiserzeitlich.

Inscriptions:

Bibliography:

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I. Bragantini - M. de Vos - F. Parise Badoni - V. Sampaolo, Pitture e Pavimenti di Pompei, 2. Regioni V, VI (Rom 1983) 15-29;
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C. E. Dexter, The Casa di L. Cecilio Giocondo in Pompeii, Diss. 1975 (Rom 1979);
W. Ehrhardt, Stilgeschichtliche Untersuchungen an römischen Wandmalereien von der späten Republik bis zur Zeit Neros (Mainz 1987) 101-104 Ill. 275. 277;
W. Ehrhardt, Dekorations- und Wohnkontext. Beseitigung, Restaurierung, Verschmelzung und Konservierung von Wandbemalungen in den kampanischen Antikenstätten, Palilia 26 (Wiesbaden 2012) 102-104. 106. 138. 170f. 177. 221-223;
H. Eschebach, Gebäudeverzeichnis und Stadtplan der antiken Stadt Pompeji (Köln 1993) 127 f.;
A. Karivieri - R. Forsell, New results from the campaigns of 2003-2006 in the Casa of Caecilius Iucundus (V 1, 22-27) (Rom 2008);
E. La Rocca - M. de Vos - A. de Vos - F. Coraelli, Guida archeologica di Pompei (Mailand 1976) 310;
A. Laidlaw, The First Style in Pompeii. Painting and Architecture (Rom 1985) 105 Pl. 55c;
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A. Mau, Scavi di Pompei, BdI 1876, 149-151. 161-168. 223-232. 241f.;
A. Mau, Geschichte der decorativen Wandmalerei in Pompeji (Berlin 1882) 65. 414f. Pl. 13-14. 18a.d.g.k;
Pompei. Pitture e Mosaici III (1991) 574-620 Ill. 1-96;
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K. Schefold, Die Wände Pompejis. Topographisches Verzeichnis der Bildmotive (Berlin 1957) 66. 68;
K. Schefold, Vergessenes Pompeji (Bern 1962) 68. 138. 167. 172;