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2109229: Casa VII 1, 25.47 Sog. Casa di Sirico

Pompeii, Pompei

Information on the Building

Localization:

Pompei, Ancient place name: Pompeii, Italien, IT, Pompei
- Location information is Aufbewahrungsort -
Pompei, Ancient place name: Pompeii, Italien, IT, Pompei
- Location information is in situ -

Geographical description:

Regio VII , Insula 1, Eingänge 25, 46 und 47; Casa di Sirico; Haus des P. Vedii und Numianus mit P. Vedius Ceratus libertus (Kaufleute); Casa di Salve Lucru; Casa dei Principi di Russia; 2 Atriumhäuser (25 und 47)
Ancient landscape: Kampanien
Roman province: Italia
Cultural era: römisch

Characterization:

Building type: Wohnbau
Description: 25: Wohnhaus? fauces mit Nebenraum (links Schrank) zum querliegenden atrium tusc. mit Marmor-inkr., Tuff- impl., Zisterne und kostbarem Marmortisch. Seitenräume: rechts cubiculum und apotheca, links L-förmiger Raum mit Treppe zum OG (?), cubiculum, oecus, kein tablinum. Breiter Durchgang zum Peristyl (10 gemauerte Säulen und Zisterne). Nebenräume im Westen: triclinium, exedra, cubiculum. Nach Süden: Durchgang mit Stufe in das Peristyl zu 47. 46: Wirtschaftseingang: rechts apotheca, dahinter Treppenhaus (?), links Latrine (?) mit Auflager, fauces zu links Küche (an der West- Seite lararium mit Vesta und Vulcanus) und Backstube (großer Backofen mit steinernem Phallos, davor Wasserbassin), Mühle, rechts vom Eingang cubiculum, Treppe zum OG, Durchgang zum atrium 47: im HIntergrund Durchgangsraum zu den miteinander verbundenen Gärten von 47 und 25. 47: Geschäftshaus(?) Eingang Kalksteinpfosten mit Kalkstein Würfelkapitellen (im Vestibül Mosaikinschrift: SALVE LVCRV). fauces mit Nebenräumen (rechts Geschäftraum und cubiculum, links großer Lagerraum?) zum ein hüftigen atrium tusc. mit Marmor-impl., labrum als Springbrunnen, Marmor-Tisch, Trav.-Zisterne, arca, rechts Schrank. Nebenräume: links großer oecus (mit breiter Holz-Falttür) fauces zum Wirtschaftsteil mit Ausgang 46, triclinium fenestratum (großes vierflügeliges Fenster mit Unterteilung und Sturz aus Holz, der mittlere Teil zum öffnen, verglast). Geschlossenes tablinum, rechts cubiculum, links andron zum Pseudoperistyl mit anschließendem großen viridarium. Ganz rechts Latrine (?). Nach Norden: Durchgang zum Peristyl 25, nach Osten: schmaler Raum (Treppe zum OG) mit bourb. Stützpfeiler. Im Süden des Gartens großes viridarium (auf dem Grund eines ehemaligen samnitischen Mehrfamilien- Reihenhauses). In der Nord-Ost-Ecke diaeta. Peristyl mit 4 Kalkstein- und 3 gemauerten Säulen und pluteus, Lava-Zisterne, im viridarium Pergola mit 4 Säulen op. lat., an der Ost-Wand lararium

History:

Building history : Eine Straße teilte bis Anfang des 2. Jh. v. Chr. die Insula VII 1 in zwei Teile, noch sichtbar im Bereich der Eingänge VII 1,16 und 17, dem Frauenapodyterium der Thermen und (als nördliche Begrenzung) die Doppelmauer an dessen Nordwand, deren Nord-Teil aus der Front eines abgebrochenen samnitischen Reihenhauses besteht. Nach dem Erdbeben wurde das Grundstück mit samnitischen Baustoffen renoviert.
Excavation: 1851 f. 1857 ff. 1862. 1872 f.
Bedeutende Dekorationen des 4. Stils erhalten. Die Casa di Siricus setzt sich aus zwei nur durch eine Tür zwischen den beiden Peristylen 19 und 31 verbundenen Häuser zusammen. Das Haus Nr. 25 ist mit seinem Eingang nach Osten, das Haus Nr. 47 nach Westen gerichtet. In Haus Nr. 25 sind fast alle Räume - Vestibulum 23, Atrium 24, Räumen 26, 28, 30, Peristyl 31, Raum 32, Exedra 33, Raum 34 - mit Malereien Vierten Stils verziert, ausgenommen die nur weißgrundig stuckierten Zimmer 25, 27 und 29. In Haus Nr. 47 waren Atrium 3 und Tablinum 6 mit weißem und mit Rauhputz bedeckt und unbemalt. Die Zimmer 2, 11 und 20 sind einfach mit einer weißgrundigen linearen Felderteilung und kleinen Vignetten oder Bildchen ausgestattet. Das Vestibulum 1 und die Räume 4, 5,15 sind nur stuckiert ohne jede verzierende Malerei, die Küche 12 weist ein gemaltes Lararium auf. Davon heben sich das Triclinium 8 und der Oecus 10 durch ihre prächtige Ausstattung ab. Die in Atrium und Tablinum nicht oder noch nicht vollendete Neudekorierung kann sowohl durch einen Erdbebenschaden verursacht, als auch nur unterbrochen und nicht zuende geführt worden sein. Der unfertige Zustand der malerischen Ausstattung ergibt keinen absoluten Anhaltspunkt für eine Datierung der erwähnten Wandbemalungen. Sicherlich sollten auch die anderen in einer früheren Dekorationsweise ausgestatteten Räume neu dekoriert werden.

Dating:

Bauwerk Dekoration: 1. Cent. n. Chr. (41 n. Chr. ), terminus post quem.

Bibliography:

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Pompei. Pitture e Mosaici VI (1996) 228-353 Ill. 1-226;
K. Schefold, Die Wände Pompejis. Topographisches Verzeichnis der Bildmotive (Berlin 1957) 164 ff.;