M. Tombrägel, Die republikanischen Otiumvillen von Tivoli. Palilia 25 (Wiesbaden 2012)

Liste der Katalognummern

Liste der Verschalungstypen

Die Umgebung der latinischen Landstadt Tibur (Tivoli) war einer der zentralen Schauplätze der römischen Villenkultur der republikanischen Zeit. In den Sommermonaten suchten die Senatoren die kühle Atmosphäre der tiburtinischen Abhänge, um der Enge und Hitze Roms zu entfliehen. In der Untersuchung, die dem aufgeführten Katalog zu Grunde liegt, setzt sich der Autor mit der architektonischen Genese der frühesten römischen Otiumvillen am Standort Tivoli auseinander.
Seit dem frühen 2. Jahrhundert v. Chr. entstanden hier eine Reihe von gewaltigen Luxusresidenzen, die mit den Mitteln der neuen Caementicium-Bautechnik aufregende architektonische Entwürfe verwirklichten. Neben einer umfassenden architekturhistorischen Analyse wird auch Einblick in die sozio-historischen Hintergründe für die Entstehung dieser faszinierenden Bauform gewährt.

Die Grundlage der Ergebnisse bilden die Einzelbeobachtungen zur Architektur, Bautechnik und den Bauphasen der einzelnen Baukomplexe. Der Katalog umfasst die 53 Otiumvillen aus der westlichen Umgebung von Tivoli. Hinzu kommen sieben Villen aus dem Osten Tivolis (Nr. 54 – 60).
Der Katalog ist topographisch gegliedert und reicht von Norden mit dem Colle S. Antonio (Nr. 1) nach Süden mit dem Tuffgebiet im Südwesten Tivolis (Nr. 53). Innerhalb des Katalogs sind die Villen noch einmal in geologischer Hinsicht geordnet. Der Online-Katalog umfasst zwei Listen: Die erste Liste (Liste der Katalognummern) führt die 60 Katalognummern auf und enthält neben einer kurzen Beschreibung der erhaltenen Strukturen die allgemeinen Informationen zu den republikanischen Otiumvillen Tivolis. Unter der Rubrik Datierung werden die Datierungsvorschläge zusammengefasst, die sich zumeist nach der Verschalungstechnik-Chronologie richten. Gibt es andere Begründungen für eine Datierung, so werden diese angefügt. Die Einzelbereiche der mitunter gewaltigen Baukomplexe sind als Liste unter Bauwerks-Teile aufgeführt.

Die zweite Liste (Liste der Verschalungstypen) enthält eine Übersicht über die Caementicium-Verschalungstechniken der tiburtinischen villae. Diese sind nach der Art des Baumaterials in Kalkstein und Tuff untergliedert und umfassen neun Kalkstein- und sechs Tuff-Verschalungstypen. Der Nachweis für die relativ-chronologische Abfolge dieser Verschalungstypen ist der gedruckten Version der Arbeit (S. 73-105) und den einzelnen Katalognummern zu entnehmen.