Katalog der Gipsabgüsse nach griechisch-römischen Skulpturen in Berliner Sammlungen

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Der Katalog der Gipsabgüsse nach griechisch-römischen Skulpturen enthält rund 3.500 Gipsabgüsse, die sich heute in den Beständen der Freien Universität, der Staatlichen Museen zu Berlin (Antikensammlung und Gipsformerei) und der Humboldt-Universität befinden. Der Katalog basiert auf einer vollständigen wissenschaftlichen Neuaufnahme der Objekte, die im Rahmen des „Berliner Skulpturennetzwerks. Kontextualisierung und Übersetzung antiker Plastik“ erstellt wurde. Dieses Kooperationsprojekt zwischen dem Institut für Klassische Archäologie der Freien Universität Berlin und der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin wurde in den Jahren 2009 bis 2012 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Die Berliner Abguss-Sammlungen blicken auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Die erste Sammlung von Gipsabgüssen wurde hier bereits 1696 gegründet. Nachdem sie zunächst an der Akademie der Künste untergebracht war, nahm sie ab 1855 das gesamte erste Obergeschoß und das Treppenhaus des Neuen Museums auf der Berliner Museumsinsel ein. Ab 1921 wurde die Sammlung in neuen Räumlichkeiten der Berliner Universität (heute Humboldt-Universität) gezeigt. Mit rund 2500 Objekten war sie damals eine der größten Sammlungen weltweit. Im Zweiten Weltkrieg und in den nachfolgenden Jahren wurden wesentliche Teile der Sammlung zerstört. Im Westen Berlins konnte schließlich die Abguss-Sammlung Antiker Plastik an der Freien Universität in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin wiederaufgebaut und 1988 in Charlottenburg eröffnet werden. Diese Sammlung umfasst heute wieder über 2000 Objekte. Darüber hinaus wurde auch an der Humboldt-Universität nach 1990 ein Teil der alten Berliner Sammlung wieder zugänglich gemacht.

http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/klassarch/abgusssammlung/index.html

Im Rahmen des Projektes wurden alle Gipsabgüsse systematisch erfasst und fotografisch dokumentiert. Daten zum Erwerb und zur Herkunft erlauben erstmals auch eine Recherche zu sammlungshistorischen Gesichtspunkten. Auf die einzelnen originalen Skulpturen, die den Gipsabgüssen zugrunde liegen, verweist jeweils ein Link.

Die Gipsabgüsse der Freien Universität und der Humboldt-Universität sind gemeinsam recherchierbar und über „Erweiterte Suche“ abrufbar (Erweiterte Suche → Reproduktion → Aufbewahrung, Herkunft & Vorlage = Abguss-Sammlung Berlin). Die Gipsabgüsse der Staatlichen Museen zu Berlin sind auf dem gleichen Weg, jedoch separat abrufbar (Erweiterte Suche → Reproduktion → Aufbewahrung, Herkunft & Vorlage = Staatliche Museen Antikensammlung, Außendepot).

Mitwirkende

Für das Institut für Klassische Archäologie der Freien Universität: Johanna Fabricius (Projektleitung); Lorenz Winkler-Horaček, Nele Schröder (Koordination, wissenschaftliche Bearbeitung); Anna Diegmann, Maria Lubitz, Janina Rücker (studentische Hilfskräfte).
Für die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin: Andreas Scholl (Projektleitung); Martin Maischberger, Sylvia Brehme
Für die Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin: Miguel Helfrich (Teilprojektleitung), Thomas Schelper, Cornelia Hoppe (Koordination).
Für das Winckelmann-Institut der Humbold-Universität Berlin: Susanne Muth (Teilprojektleitung), Veit Stürmer (wissenschaftliche Koordination); Antonia Weiße (Fotografien); Thomas Baetjer (Restaurierungsarbeiten).