Analyse zur Arachne-Nutzung

2008 / 2009

2009 / 2010

2010 / 2011

2012 / 2013

Arachne Nutzung 2013 , die Jahre davor und Akademischer Traffic

Dokumentation und Auswertung von historisch- und kulturwissenschaftlichen Rechercheabläufen

In den von Andreas Geißler durchgeführten und von Prof. Dr. Manfred Thaller sowie Prof. Dr. Förtsch betreuten Forschungen wird untersucht, ob eine anonymisierte Aufzeichnung und Auswertung von Rechercheprozessen in historisch-kulturwissenschaftlichen Objektdatenbanken zur automatisierten Erweiterung der Kontextualisierung dieser Datenbanken genutzt werden kann.

Grundvoraussetzung hierfür ist eine solide Datenbasis in Form einer häufig genutzten und bereits in einem ausreichendem Maß kontextualisierten Forschungsdatenbank.
Der nach der Umstellung auf Arachne 3.0 seit Anfang des Jahres 2009 beobachtete Anstieg der durchschnittlichen Besuchszahl pro Woche von 500 (Jahr 2008) auf 1500 Besuche im Wochendurchschnitt hat sich im Jahr 2010 erfolgreich verstetigt. Dieser Trend setzte sich im Jahr 2011 fort und die Besucherzahlen haben sich erneut deutlich erhöht. Daher bietet Arachne für die Analyse von Rechercheabläufen ideale Voraussetzungen:

Bei der Suche nach einem oder mehreren Begriffen bieten die meisten angewendeten IR - Systeme heutzutage den Benutzern eine ausgerichtete Menge der Suchergebnisse.
Kontextualisierte Objektdatenbanken, wie Arachne, erlauben dem Benutze von einem Objekt, das er aus dem ursprünglichen Suchergebnis gewählt hat, auf andere Objekte, die mit diesem verbunden (d.h. kontextualisiert) sind, navigieren. Das Browsen oder Navigieren innerhalb von Kontexten bildet einen wesentlichen Bestandteil von Forschungsabläufen und unterstützt den Benutzer bei seiner Suche nach relevanten Objekten, die selbst nicht mehr die ursprünglich angeforderten Suchbegriffe enthalten und daher nicht in der usprünglichen Ergebnismenge angezeigt wurden.
Falls die Objekte weiterhin die verwendeten Suchbegriffe enthalten, ist zu erwarten, dass sie in einem gewissen Bezug zueinander stehen. Eine detaillierte Auflistung kann auch Rückschlüsse auf den Umfang der Analogie zwischen den Suchbegriffen und den angezeigten Objekten geben. Der Zusammenhalt zwischen diesen Faktoren soll mit Hilfe einer detaillierten Aufzeichnung von Forschungsabläufen und anhand der Arachne – Datenbank untersucht werden.

Studien, die bislang durchgeführt wurden:

Um abzuschätzen, ob Rechercheabläufe in kontextualisierten Objekt-Datenbanken über genügend Tiefe für dieses Forschungsprojekt besitzen, wurden während eines ersten Testlauf Bewegungen einzelner Benutzer in Arachne anonymisiert und für eine begrenzte Zeit aufgezeichnet.
Die Ergebnisse zeigten unter anderem, dass während der durchgeführten Testzeit in mehr als 25% der Sitzungen mehr als 10 Datensätze betrachtet wurden. Diese und weitere Studien haben bewiesen, dass die Rechercheabläufe für das angestrebte Forschungsprojekt ausreichen. Die vorliegenden Ergebnisse wurden einem internationalen Fachpublikum auf der CCAA2009 in Williamsburg im April 2009 vorgestellt.