Nachlass Josef Röder

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Der 1974 verstorbene Josef Röder untersuchte Steinbrüche und ihre Abbautechniken sowie die Transportwege und Handelsrouten von Steinmaterial im Römischen Reich. Eines seiner Vorhaben war es, die Marmorgewinnung im gesamten Mittelmeerraum zu erkunden, dabei wurde er vom DAI sowie der DFG gefördert (antike Marmorbrüche in Chemtou/Simitthus).

Der „Nachlass Josef Röder“ ging in Form von Dias im Sommer 2008 im Forschungsarchiv für Antike Plastik des Archäologischen Instituts der Universität zu Köln ein. Verstaut in drei Holzkisten wurden die von Josef Röder aufgenommenen Photographien aus diversen Ländern in Arachne eingelesen. Darunter fallen seine Reisen in den 50’er und 60’er Jahren des 20. Jh. in Orte wie Split (Kroatien), Chemtou und Karthago (Tunesien), Afyon und Istanbul (Türkei), Lambaesis, Orousse, Chenoua und Suhut/Synnada (Algerien), Wadi Hammamat (Ägypten), Bretagne (Frankreich), Stonehenge (Großbritannien), Elba (Italien), aber auch griechische Orte wie Kapsala und Styra (Euböa), Karystos (Myloi), Athen, Larisa (Thessalien) und Krokeia (Lakonien).

In Arachne sind u. a. Materialproben (Einzelobjekte) von diversen Gesteinssorten wie beispielsweise Marmor aus Synnada und Granit vom Mons Claudianus zu finden. Aber auch Datensätze zu Bauwerken wie z. B. dem Mausoleum des Kaisers Diocletian in Split wurden aufgenommen. Für dieses Bauwerk wurden diverse Gesteinssorten importiert, und eben dieser Import sowie die damit verknüpften Transport- und Handelswege waren ein Forschungsschwerpunkt von Josef Röder.

Des Weiteren sind auch Datensätze zu Topographien, wie z. B. Marmorlagern (Afyon), Steinbrüchen (Lambaesis), Hangabbrüchen (Kapsala) oder Gesteinslandschaften (Elba) in Arachne zugänglich gemacht worden.

Gekennzeichnet sind die einzelnen Datensätze im Literaturfeld mit dem Hinweis: „Nachlass Josef Röder“.