Datenbank - Bildwerke bei Pausanias

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Die »Beschreibung Griechenlands« (periegesis tes Hellados) des Pausanias, die nach der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. im geistigen Umfeld der sog. Zweiten Sophistik entstand, überliefert unter der klassizistischen Prämisse, »alle griechischen Angelegenheiten« (panta ta Hellenika) zu betrachten, zahllose Sehenswürdigkeiten (theoremata) und die mit ihnen verknüpfte mündliche bzw. schriftliche Überlieferung (logoi), die der Schriftsteller in den Städten und Heiligtümern des kaiserzeitlichen Griechenlands antraf und aufzeichnete.

Das Ziel der Datenbank »Bildwerke bei Pausanias« ist, sämtliche in der ›Periegesis‹ überlieferten Bildwerke systematisch zu erfassen und für eine kombinierte online-Recherche verfügbar zu machen. Eine begleitende Bibliographie zu jedem Bildwerk soll den wissenschaftlichen Zugang erleichtern. Bei der Erschließung der Sekundärliteratur wurde Buch X gegenüber den übrigen Büchern bislang nur begrenzt ausgearbeitet, da der entsprechende Band der kommentierten Ausgabe »Pausania. Guida della Grecia«, die eine wichtige Grundlage der Datenbank darstellt, noch nicht vorliegt (August 2014).

Für originale Bildwerke, soweit sie sich erhalten haben und sicher oder plausibel identifiziert sind, wird auf den betreffenden Datensatz innerhalb der Meta-Datenbank »Arachne« verwiesen. Dagegen wurden römische Bildwerke, die von der archäologischen Forschung als Kopien von Bildwerken der ›Periegesis‹ erklärt wurden, generell nicht berücksichtigt, weil hier allzu viele Attributionen
sehr hypothetisch sind und kaum eine klare Grenze zwischen überzeugenden und
unwahrscheinlichen Zuweisungen gezogen werden kann.

Der Inhalt der Datenbank bietet zunächst für jedes Bildwerk die Wiedergabe des relevanten Textabschnittes im griechischen Original und deutscher Übersetzung (E. Meyer). Ferner umfasst er, soweit der ›Periegesis‹ zu entnehmen, Angaben zu den folgenden Kategorien: Ort und Kontext der Aufstellung (z. B. Heiligtum, öffentlicher Raum), Funktion des Bildwerks (z. B. Kultbild, kommemoratives Monument, Ehrenbildnis), Gattung (z. B. Rundplastik, Relief), Thema, Künstler, Stifter, Material und Datierung. Über die erweiterte Suchfunktion von »Arachne« ist eine kombinierte Abfrage einzelner Kategorien möglich.

Das Projekt ist unter der Leitung von Tonio Hölscher am Institut für Klassische Archäologie der Universität Heidelberg durchgeführt worden. Die Erfassung und Bearbeitung der Daten lag in den Händen von Katharina Bolle, Gunnar Dumke, Johannes Fouquet, Werner Schneider und Nicolas Zenzen. Die Finanzierung des Projekts in Heidelberg wurde aus Hilfskraftmitteln des Instituts sowie aus Mitteln des Manfred Lautenschläger Forschungspreises (T. Hölscher) bereitgestellt.

Die Implementierung der Datenbank in die Meta-Datenbank »Arachne« wurde von Reinhard Förtsch in die Wege geleitet und betreut. Der Datenimport wurde von Marcel Riedel vorbereitet und koordiniert. Benjamin Gelhaar und David Neugebauer setzten den Datenimport um. Karen Schwane erstellte diese Projektseite.

Allen Förderern und Mitarbeiter/innen des Projekts sei herzlich gedankt.

Tonio Hölscher