Bilddatenbank der Gipsabgußsammlung antiker Skulpturen des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn.

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Prof. Dr. Reinhard Förtsch, Prof. Dr. Henner von Hesberg

Die Gipsabgußsammlung des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn wird seit 1998 sukzessive fotografisch erfaßt und in Arachne überführt. Die fachlichen Schwerpunkte der Archäologischen Institute in Bonn und Köln können dadurch anhand von zwei Einrichtungen näher zusammengeführt werden, die die Prägung durch die griechische bzw. die römische Kunst in besonders markanter Weise tragen: die Bonner Gipsabgußsammlung und das Kölner Forschungsarchiv. Die Bonner Gipsabgußsammlung ist eine der größten in Europa, das Kölner Forschungsarchiv besitzt die größte spezialisierte Fotosammlung auf dem Gebiet der antiken Skulptur.
Die archäologische Forschung und Lehre erhielte durch die Bilddatenbank Zugang zu einer gewichtigen Ressource der Universität Bonn im Bereich der griechischen Kunst.

Die angestrebte Bündelung betrifft neben der Zusammenführung von Bildern und Daten griechischer und römischer Plastik auch die gegenseitige Ergänzung der Medien. Fotografien und Gipsabgüsse werden in der Lehre als grundlegende Hilfsmittel genutzt ergänzen sich in wesentlichen Punkten. Bieten die Abgüsse den Vorteil einer dreidimensional faßbaren Kopie des Originals, so lassen sich Fotografien in wesentlich größerer Anzahl sammeln und ermöglichen somit in der Dokumentation wie im Aufbau von Vergleichsreihen eine erheblich größere Dichte. Die zur vergleichenden Reihenbildung unverzichtbaren Ansichten von Neben- und Rückseiten eines Denkmals lassen sich oftmals leichter an einem Gipsabguß fotografieren als am Original. Gipsabgüsse geben die rundplastische Form eines antiken Denkmals getreuer wieder als Fotografien mit ihren schwer zu berechnenden Schattierungen. Werden sie unter gleichmäßigen Bedingungen ausgeleuchtet und fotografiert, können sie oftmals wichtige Aufschlüsse zu konkreten Forschungsproblemen erbringen und auch im Vergleich untereinander zutreffendere Relationen ergeben als heterogene Fotografien. Es ist daher ein zentrales Desiderat, beide Medien mit ihren unterschiedlichen, sich ergänzenden Eigenschaften für die Lehre in komplexer Form nutzbar zu machen.
Voraussichtliches Ende des Projektes: 2010