Berlin Sculpture-Network - contextualization and translation of ancient sculpture
Prof. Dr. Andreas Scholl, Prof. Dr. Reinhard Förtsch

The „Berlin Sculpture-Network“ is a cooperative project between the Antiquities Collection of the Berlin State Museums and the Institute of Classical Archaeology at the Free University of Berlin. It is funded by the German Federal Ministry of Education and Research within the initiative “Translating Humanities” (“Übersetzungsfunktion von Geisteswissenschaften"). This project aims to reconstruct the spatial, functional and substantive contexts context of ancient sculptures.
The "Berlin Sculpture-Network" project includes a database of the ancient sculptures in the museums, the associated archival records and current excavation data as well as the collection of all plaster casts in the Berlin collections. The data will be made available in the online database Arachne.
Further information (in German):
Im Rahmen einer Kooperation mit den Berliner Museen/Stiftung Preußischer Kulturbesitz nimmt das Forschungsarchiv an der umfassenden Neudokumentation und -publikation der Berliner Museumsinsel teil, die von der Antikensammlung Berlin geplant und durchgeführt wird. Etwa 4/5 von ihnen sind seit dem 2. Weltkrieg einer wissenschaftlichen wie auch einer breiteren Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich gewesen. Die Materialien entstammen einerseits der Sammlung der preußischen Könige, wovon den in den Schlössern ausgestellten Teil das Forschungsarchiv schon bei früherer Gelegenheit aufgenommen und in Arachne veröffentlicht hat, einen anderen bedeutenden Schwerpunkt bilden etwa Bauplastik und Skulpturen aus Kleinasien.
Ein der Bedeutung der Materialien angemessenes Gesamtkonzept soll in einzelnen, aufeinanderfolgenden Schritten verwirklicht werden, bei denen Aufnahmearbeiten und wissenschaftliche Erforschung eng ineinandergreifen.
Das Forschungsarchiv hat dabei die magazinierten Denkmäler der Berliner Antikensammlung übernommen, und dokumentiert zusätzlich, im Rahmen einer Fotokampagne der Mellon-Foundation, Teile der Denkmäler in den Ausstellungsräumen. Für die geplante wissenschaftliche Bearbeitung im Rahmen eines Online-Publikationssystems können sowohl die Aufnahmen der Mellon-Kampagne wie die des Forschungsarchivs zusammengeführt und gemeinsam genutzt werden.
Es handelt sich um insgesamt ca. 3.500 Skulpturen, von denen derzeit etwa 2000 in 12600 Neuaufnahmen erfaßt sind. Sie werden nach Abschluß des Projektes in auf Arachne basierenden Onlinekatalogen freigeschaltet.-
In Teilen der deutschen Klassischen Archäologie wirken Themen wie Grundlagendokumentation oder Digitalisierung schon jedes für sich als Provokation. Die Verbindung beider Elemente hat leider dazu geführt, daß der hier beschrieben Unternehmung die Förderung aus Drittmitteln versagt blieb - obwohl es sich um Materialien handelt, die teilweise noch nie, teilweise seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr zugänglich waren und einen zentralen Teil des deutschen Kulturpatrimoniums darstellen. Daher seien um so dankbarer die Weitsicht und der Einsatz vermerkt, mit denen die Universität zu Köln und private Förderer, insbesondere Herr Dr. Dr. N. Helmke, Frau Dr. I. Jucker und Herr Dr. A. Pestalozzi, Aufnahme und Fortgang der Arbeiten überhaupt erst ermöglicht haben.






