Maffeiano Scanseite 1 (Stichwerkseite Deckblatt)
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Geschichte des Museums
Das Museum wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts realisiert, nachdem 1716 das Projekt für ein „Museo Lapidario“ in Verona erstellt worden war. Scipione Maffei sammelte in mehreren Jahren in der Accademia Filarmonica, wo sich schon eine epigraphische Sammlung befand, Inschriften, Reliefs, Urnen, Sarkophage, architektonische Fragmente und Skulpturen. Zwischen 1718 und 1727 wurde eine erste Version der Austellung vorbereitet. Maffei ließ dazu eine Mauer, die den Hof der Accademia Filarmonica umgab, mit einem kleinen Wetterdach eindecken. Dort wurden 230 Inschriften eingemauert, die schon nach Klassen geordnet waren. Diese erste Austellung wurde in der Folgezeit überarbeitet, um sodann im Jahre 1745 in die endgültige Fassung gebracht zu werden. Für das Museum wurde eigens um den Hof der Accademia Filarmonica herum ein Porticus errichtet, den der Architekt Alessandro Pompei aus Verona entworfen hatte. Die Sammlung wurde in dieser Zeit durch viele neue Erwerbungen vergrößert. Nach den Ideen von Scipione Maffei aber war das Museum noch nicht vollendet. Es sollte noch die „Porta dei Leoni“ vor dem Museumseingang und das Porphyrbecken aus San Zeno in der Mitte des Gartens aufgestellt werden. Der Garten sollte von A. Seguier zu einem botanischen Garten hergerichtet werden. Maffei selbst arbeitete bis 1754, ein Jahr vor seinem Tod, weiter in dem Museum und fügte noch zwei griechische Reliefs und drei lateinische Inschriften hinzu. 1767 verfassten Jacopo Muselli und Leonardo Targa zwei Manuskriptkataloge; 1795 wurde Il Museo Veronese ridotto a maggior chiarezza von Giuseppe Tommaselli veröffentlicht. 1797 wurde das Museum nach dem Sturz der Repubblica Veneta unter Napoleon geplündert. Die meisten Stücke wurden zwar später zurückgegeben, aber einige sind im Louvre verblieben. (tav. IX, 1-3; tav. LXXI, 3; tav. XCIII, 8-9) 1817 wurde das Museum um ungefähr 40 Stücke aus der Sammlung Moscardo bereichert. 1823 wurde der Katalog von G.Venturi mit Tafeln von J. Bisesti veröffentlicht. 1882 übernahm die Comune di Verona das Museum. Bei dieser Gelegenheit wurde der Inventarkatalog von Carlo Cipolla verfaßt (1883). 1927 wurde das Museo Maffeiano aus finanziellen Gründen umgebaut: Es mußte Platz für Geschäfte geschaffen werden, eine bedauerliche Folge der zentralen Lage des Museums im Stadtzentrum. Das Projekt, ausgeführt von dem Architekten Ettore Fagioli, verkleinerte das Museum auf die Hälfte, und viele Inschriften wurden in das Museum Castelvecchio ausgelagert. Ende des zweiten Weltkriegs wurde der Häuserblock der Accademia Filarmonica beschädigt: Das Theater brannte aus, aber das Museum und die Accademia blieben unversehrt. Während des Wiederaufbaus des Theaters war das Museum bis zum Jahre 1965 geschlossen. Der Wiederaufbau sah eine Verdoppelung der Höhe der Außenstruktur des Gebäudekomplexes vor. Dadurch wurde das Museum von der anliegenden Piazza Bra ausgegrenzt. 1948- 1960 erwarb die Comune di Verona das Museum zu ihrem Eigentum. 1981 wurde das Museum nach einem langjährigen Umbau wiedereröffnet. Das Projekt des Architekten Arrigo Rudi versuchte die Vollständigkeit des Museums zurückzugewinnen. Die Materialien wurden unter besonderer Beachtung ihres Erhaltungszustandes aufgestellt.
Literatur:
“Il Museo Maffeiano riaperto al pubblico“, Verona 1982.
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