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2100185: Kapitolstempel

Colonia Claudia Ara Agrippinensium, Köln

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Information on the Building

Localization:

Köln, Ancient place name: Colonia Claudia Ara Agrippinensium, Deutschland, DE

Geographical description:

In der Nähe des Rheinarmes im südwestlichen Teil der römischen Stadt gelegen
Roman province: Germania Inferior

Characterization:

Building type: Tempel
Preservation: Von dem Tempel selbst sind nur noch stellenweise die Fundamentmauern, von seiner Ausstattung nur noch wenige Fragmente erhalten.
Description: Aufgrund des Erhaltungzustandes gibt es 2 verschiedene Rekonstruktionsvorschläge: Älterer Vorschlag von H. Rathgens: Peripteros mit 8 Säulen in der Front und 9 Säulen an den Seiten. Neuerer Vorschlag von S. Neu (1984), da die Außenfundamente für einen Peripteros zu schmal sind: Pseudoperipteros mit 8 Säulen in der Front, 3 Joch tiefer Vorhalle und 5 Halbsäulen an den Seitenwänden der Cella. Die Größe des Tempels betrug 33x29,50 m. Das Podium war mindestens 3,50 m hoch, der Innenraum war in der Längsausrichtung durch eine Quermauer in einen 9 m und einen 15 m langen Abschnitt gegliedert. Weiterhin gliederten zwei Längsmauern den Innenraum in 3 Cellae. Der Temenos war an den Schmalseiten 69 m lang, an der südlichen Langseite 90 m, an der nördlichen Langseite 87 m. Der Abstand von Temenosmauer zum Tempel beträgt im Osten 28 m, ansonsten je 20 m. Der Hof war mit Trachytplatten gepflastert. Die Innenseite der Temenosmauer war durch alternierende Vorsprünge (4,8 m breit) und rot verputzte Nischen (2,7 m breit) gegliedert. Die Außenseite der Temenosmauern waren glatt.

History:

Building history : Der Tempel wurde im 3. Viertel des 1. Jh. n. Chr. erbaut. Nach Aussage der Chronica Regia Colonensis (13. Jh.) ließ eine gewisse Plectrudis im Jahr 690 die erste Kirche zu Ehren Marias bauen. Dieser und der spätere Kirchenbau nutzten wohl Mauern des Tempels als Fundamente. Nach einem Zitat des Aegidius Gelenius zerstörte der heilige Maternus (gestorben um 1082) den Tempel, die Überlieferung ist allerdings fragwürdig.
Excavation: Annahme der Existenz eines Tempels für die kapitolinische Trias aufgrund mittelalterlicher Textquellen und dem Beinamen „in capitolino“ den Marienkirche im Mittelalter erhält. Erste Aufnahme von Fundamenten Anfang des 20. Jh., sodass Umrisse des Tempels bekannt waren. Innengliederung konnte 1956 bei Ausgrabungen ermittelt werden. 1957 - 1961 weitere Grabungen in der Umgebung der Kirche, um Kenntnisse über den gesamten Tempelbezirk zu erhalten.

Dating:

Bauwerk: 3. Viertel 1. Cent. n. Chr.

Bibliography:

Trunk, M. (1991) 196ff.
Die Römer in Nordrhein-Westfalen (1987) 485f.
A. B. Follmann-Schulz, ANRW II 18,1 (1986) 735ff.
S. Neu in: H. Kier - U. Krings (Hrsg.), Köln. Die romanischen Kirchen. Von den Anfängen bis zum 2. Weltkrieg 1 (1984) 331ff.
Wolff, G. (1984) 245ff.
H. Rathgens, Die Kirche St. Maria im Kapitol zu Köln (1913) 1ff.
O. Doppelfeld, KölnJb 7, 1964, 67ff.
H. Hellenkemper , Kölner Römer Illustrierte 2, 1975, 187
E. Kühnemann - W. Binsfeld, KölnJb 8, 1965/66, 43ff.

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