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1000635: Staatliche Museen, Antikensammlung, Altes Museum Berlin

Berlin

Information about collection

Localization:

Set-up: In der Antikensammlung werden Kunstwerke des griechischen und römischen Altertums gezeigt - Baukunst, Plastik und Vasen, Inschriften, Mosaiken, Bronzen und Schmuck. Die Sammlung ist an zwei Standorten zu besichtigen, im Pergamonmuseum und im Alten Museum. Weiterhin ergänzen Objekte der Antikensammlung die sammlungsübergreifende Präsentation im Neuen Museum. Das betrifft vor allem Werke provinzialrömischer Kunst sowie die große Zypernsammlung.

Localization:

Berlin, Deutschland, DE, Staatliche Museen, Antikensammlung Berlin
- Place information is Aufbewahrungsort -

History:

Origination: Das Alte Museum ist seit 2011 wieder ganz der klassischen Antike gewidmet. Das Hauptgeschoss bietet ein eindrucksvolles Panorama der Kunst des antiken Griechenland vom 10. bis zum 1. Jh. v. Chr; Der chronologisch gegliederte Rundgang zeigt Steinskulpturen, Vasen, Kleinkunst und Schmuck in einer abwechslungsreichen, um thematische Schwerpunkte gruppierten Präsentation; Höhepunkte sind die Statue der „Berliner Göttin“, der „Betende Knabe“, die „Amphora des Berliner Malers“ oder die „Thronende Göttin aus Tarent“. Schmuck aus Gold und; Silber sowie geschnittene Steine werden in einer Schatzkammer unter einem blauen Himmelszelt ausgebreitet; Integriert ist eine Präsentation des Münzkabinetts, das eine Auswahl seiner besten Stücke der antiken Münzprägung zeigt. Sie reicht zeitlich von den frühesten Geprägen aus Elektron (einer Legierung aus Gold und Silber) im 7. Jh. v. Chr. bis zu den Münzen aus den Krisenjahren des Römischen Reiches im späten 3. Jh. n. Chr. Die über 1.300 Münzen; bieten einen in sich geschlossenen Komplex antiker Originalzeugnisse und korrespondieren eindrucksvoll mit der ausgestellten antiken Kunst; Im Obergeschoss wird Kunst und Archäologie der Etrusker und der römischen Kaiserzeit präsentiert. Als eine der größten Sammlungen etruskischer Kunst außerhalb Italiens enthält; sie berühmte Werke wie die Urne in Hausform aus Chiusi und die Tontafel von Capua. Die Kollektion römischer Kunst zeigt Kostbarkeiten wie den Hildesheimer Silberschatz oder die Porträts von Caesar und Kleopatra.
Collection: Die Berliner Antikensammlung ist eine der ältesten nördlich der Alpen. Sie kann auf eine 350jährige Geschichte zurückblicken. Ihre Wurzeln liegen in der Kunstsammlung des Kurfürsten, die vor der Übersiedelung nach Berlin sich in Kleve auf der Schwanenburg befand. Dort sind in einem Inventar von 1648 Antiken nachweisbar, die auch heute noch zum Sammlungsbestand gehören. Bereits 1701 wurden Marmorskulpturen, Bronzen, Terrakotten, Vasen, Lampen und Gläser in einer Prachtausgabe des “Thesaurus Brandenburgicus” publiziert. Sie waren zusammen mit anderen Gegenständen aus der kurfürstlichen Kunstkammer im Königlichen Antikenkabinett ausgestellt; Einhundert Jahre später entwickelten preußische Reformer um Wilhelm von Humboldt die Idee eines öffentlichen Museums. Der erste Museumsbau in Berlin entstand nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel und wurde 1830 eröffnet. Es ist das so genannte Alte Museum, das - getrennt durch den Lustgarten - gegenüber dem Königlichen Schloss und neben dem Berliner Dom erbaut wurde. In ihm waren anfangs alle Antikenbestände vereint, bis durch Erweiterungen der Sammlung auch die später entstandenen Bauten auf der Museumsinsel teilweise mit Antiken belegt wurden: 1879 wurde die Vasensammlung ins Neue Museum verlegt, und nach den großen Ausgrabungen am Ende des 19. Jahrhunderts war der Bau eines Grabungsmuseums notwendig, das die durch Fundteilung den Berliner Museen überlassenen meist großformatigen Architektur- und Skulpturenfragmente aufnehmen sollte. 1930 wurde das jetzige Pergamonmuseum eröffnet, das basierend auf den Planungen Alfred Messels von Ludwig Hoffmann gebaut wurde und in dessen Architektursälen eindrucksvolle Rekonstruktionen des Pergamonaltars, des Markttores von Milet und anderer Teilaufbauten Platz fanden; Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurden die Kunstgegenstände aus den Ausstellungen und Magazinen verpackt und in Bunker inner- und außerhalb Berlins verlagert. Die Museen erlitten durch Bombardierungen große Schäden. Am Kriegsende wurden alle in Berlin befindlichen Kunstgegenstände von der Roten Armee nach Moskau und Leningrad abtransportiert. Die außerhalb Berlins von den Alliierten aufgefundenen Antiken kamen in Collecting Points. 1958 wurden von der Sowjetunion in einer spektakulären Rückgabeaktion Tausende Kunstwerke, darunter auch die Friesplatten des Pergamonaltars an die Staatlichen Museen der DDR auf der Museumsinsel DDR zurückgegeben. Fast gleichzeitig richtete die neugegründete Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Westteil Berlins im Stülerbau gegenüber dem Charlottenburger Schloss das Antikenmuseum ein. So waren die Antikensammlung getrennt in ehemals West- und Ostberlin aufbewahrt und ausgestellt. Mit der politischen und musealen Wiedervereinigung ergab sich die Chance einer gemeinsamen Ausstellung.

Persons:

Literature:

Staatliche Museen zu Berlin. Die Antikensammlung im Pergamonmuseum und in Charlottenburg (Mainz 1992);
Agnes Schwarzmaier – Andreas Scholl – Martin Maischberger (Hrsg.), Die Antikensammlung. Altes Museum, Neues Museum, Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin (Darmstadt 2012);
G. Calov, Museen und Sammler des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Museumskunde 10 (Berlin 1969), 1-196 124ff.;
H. Ebert, Daten zur Vorgeschichte und Geschichte des Alten Museums. FuB 20-21, 1980, 9ff.;
Enciclopedia dell’arte antica classica e orientale. Suppl. II 4 (1996) s. v. collezioni archeologiche;
H. Heres, Zur Wiederaufstellung der antiken Skulpturen in der Rotunde des Alten Museum, in: Karl Friedrich Schinkel und die Antike: Eine Aufsatzsammlung (Stendal 1985), 66-71;
A. Scholl – G. Platz-Horster (Hrsg.), Die Antikensammlung. Altes Museum. Pergamonmuseum (Mainz 2007);
A. Scholl in: Pergamonmuseum Berlin, 66 Meisterwerke (London/Tübingen 2005) ;
R. Wegner, JbBerlMus 21 (Berlin 1989) 265ff.;