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33166: Fragment einer Terrakottamaske

Letchworth, Museum and Art Gallery

Pictures available: 12

Object Information - general

Presently located:

Letchworth, Großbritannien, GB, Museum and Art Gallery. Inv. no. A: JFIDC/JFIGH – B: JFIEL – D: JFIDC
- Place information is Aufbewahrungsort -

Provenience:

Baldock (Grafschaft Hertfordshire) (1968–1972), Aus der Verfüllung der Grube B 204; in der Nähe befanden sich zwei Tempel

Category/Culture Area/Function:

Terrakotte
Belongs to monument: nein
cultural sphere: römisch

Dating:

.
- after: H. Rose -

Condition:

Fragment(e)
Erhaltung: Zahlreiche Fragmente einer Maske – A: Vier Bruchstücke von der rechten Seite, unterer Teil des Ohres, Kinn, Mundwinkel, Wange und Teil des Auges – B: Zwei Bruchstücke, Nase und Oberlippe – C: Zenit – D: Fünf Bruchstücke, Teil der Kalotte von d
Colour remains: Weißer Überzug auf Außen- und Innenseite, braune Farbreste auf Lippen, Nasolabialfalten, Stirnfalten und Ohr sowie zwischen den Kinnfalten. Über dem dunklen Strich der Oberlippe befindet sich auf beiden Seiten ein schmaler rosafarbener Streifen, vermutlich ist hier der Überzug etwas verrieben, so daß die Scherbenfarbe durchscheint.

Measurements / Material:

B A: 11,5 – B: 6,7 – C: 4,5 – D: 9,0 cm
H A: 18,5 – B: 11,6 – C: 5,7 – D: 17,7 cm
Comments: Material allgemein: Hellrosafarbener Scherben, etwas porös mit mittelfeinen rötlichen Magerungspartikeln

Literature:

I. M. Stead/V. Rigby, Baldock. The Excavation of a Roman and Pre-Roman Settlement, 1968–72. Britannia Monogr. Ser. 7 (Gloucester 1986) 87
167–169 Abb. 73
I. M. Stead, A Roman Pottery Theatrical Face-Mask and a Bronze Brooch-Blank from Baldock. Herts. Ant. Journal 55, 1975, 397 f.
J. Wacher, The Towns of Roman Britain2 (London, New York 1995) 60 Abb. 23.
H. Rose, Die römischen Terrakottamasken in den Nordwestprovinzen : Herkunft - Herstellung - Verbreitung - Funktion. Monumenta Artis Romanae 37 (Wiesbaden 2006) Cat. no. 53 Pl. 4;

Catalog text

Catalog number: 53

Die Fragmente zwischen Zenit und linkem Ohr wurden bei der Ausgrabung ebenfalls gefunden, waren zur Zeit der Materialaufnahme jedoch nicht vorhanden. Das Bruchstück vom Zenit scheint sekundär verbrannt, denn es ist innen grau verfärbt, und der Scherben ist überwiegend beige-grau und nur noch stellenweise rosafarben. Möglicherweise ist die Ausformung modelgleich mit den Fragmenten Kat. Nr. 59–61, denn alle Nasen weisen eine Fehlstelle links neben der Nasenspitze auf. Die Zuweisung an Köln als Produktionszentrum ist nicht eindeutig. Der durchgehend rosafarbene Scherben könnte für eine Herstellung in den Nimwegener Töpfereien sprechen, für die möglicherweise ebenfalls die Fertigung der Serie Baldock nachzuweisen ist. V. Rigby (vgl. Lit.) hebt hervor, daß die Maske beträchtlich größer als lebensgroß sei und sich auch in den Proportionen von einem menschlichen Gesicht unterscheide. Das habe zur Folge, daß die Nase auf Höhe des Mundes des hypothetischen Trägers ende und sich der Mund der Maske auf Kinnhöhe des Trägers befinde. Deshalb hält sie eine dekorative Funktion der Maske für wahrscheinlich. In Baldock ist in der näheren Umgebung des Fundortes ein Tempel belegt, und es gibt Hinweise für die Existenz eines zweiten. Zudem haben viele Funde der Grabung Votivcharakter.