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33084: Fragment einer Terrakottamaske

Worms, Museum der Stadt Worms

Pictures available: 2

Object Information - general

Presently located:

Worms, Deutschland, DE, Museum der Stadt Worms. Inv. no. 4631
- Place information is Aufbewahrungsort -

Provenience:

Worms, Andreasring (Südanlage), in der Nähe der Neusatzschule, beim Bau eines Kanals (1891), Streufund

Category/Culture Area/Function:

Terrakotte
Belongs to monument: nein
cultural sphere: römisch

Condition:

Fragment(e);vollständig
Erhaltung: Drei anpassende Fragmente bilden eine fast vollständige Maske, es fehlt auf beiden Seiten der untere Teil des Ohres
Colour remains: Braune Farbe auf Stirnfalten, Warze, Brauen, Wangenfalten, Ohrkontur, Lippen und in den Augen; eine Linie kurzer Striche entlang des Nasenrückens, auf der Spitze zwei Striche; Bemalungsreste vermutlich vom rechten Nasenloch zur Seite hin; ein ockerfarbener Punkt auf der Farbschicht im linken Augeninnenwinkel, ein weiterer links auf der Nasenwurzel, zwei rötliche Kleckse auf dem linken unteren Teil der Nase

Measurements / Material:

B 19,5 cm
H 27,1 cm
Comments: Material allgemein: Weißer Scherben mit hellbeigefarbenen Oberflächen, fein gemagert, vereinzelt Glimmer

Literature:

E. A. G. Ball/S. Arnoldussen/L. van Hoof, Aanvullend Archeologisch Onderzoek in de Heeswijkse Kampen te Cuijk. Archeol. Rapport 5 (Leiden 2001) 23 Abb. 20
van Boekel, Masks Abb. 139
A. Grenier, Masques antiques en terre cuite des pays rhénans et d’ailleurs. Bull. Soc. Conservation Mon. Hist. Alsace 2. Ser. 26, 1926, 79 Anm. 4
M. Grünewald, Die Römer in Worms (Stuttgart 1986) 30
H. Bernhard, Römisches Theater in Speyer. Pfälzer Heimat 30, 1979, 13 Abb. 3
Wormser Zeitschrift vom 22.1.1892.
H. Rose, Die römischen Terrakottamasken in den Nordwestprovinzen : Herkunft - Herstellung - Verbreitung - Funktion. Monumenta Artis Romanae 37 (Wiesbaden 2006) Cat. no. 2 Pl. 1;

Catalog text

Catalog number: 2

Die Maske ist nicht modelgleich mit dem fast kompletten Stück aus Köln (Kat. Nr. 1), es gibt geringfügige Abweichungen in der Faltenbildung am Kinn, in der Ohrform und im Verlauf der Brauen. Auch sind die Augenlider schmaler und die Einzelformen scheinen deutlicher ausgeprägt zu sein. Möglicherweise wurde ein Teil der Farbspuren modern ergänzt, zumindest sind auch die rekonstruierten Bereiche der Ohren bemalt. Doch müssen bei der Auffindung noch deutliche Bemalungsspuren sichtbar gewesen sein. Auffällig ist, daß die Farbe auf die Innenseite der Augenbohrung hineingelaufen ist, während die Mundwinkel eindeutig nach der Bemalung ausgebohrt wurden, denn sie sind in eine bemalte Fläche eingetieft und begrenzen diese. Da die Maske auf dem Foto in der Wormser Zeitung vom 22.1.1892 bereits komplett abgebildet ist, muß die Ergänzung der fehlenden Teile unmittelbar nach Auffindung erfolgt sein. Zum Fundort der Maske gibt es keine genauen Angaben. Der Kontext ist vollkommen unklar. Zwar lagen in der Nähe der Fundstelle römische Töpfereien, und das Fragment wurde in einer Abfallgrube zusammen mit anderer Keramik gefunden. Da sich unter den Beifunden jedoch vermutlich auch Terra- Sigillata-Fragmente befanden, die nicht in Worms produziert worden sind, ist es nicht sicher, daß es sich um eine Grube mit Produktionsabfällen einer Töpferei handelte. Zudem wurden die Funde aus dem Jahr 1891 erst einige Jahre später inventarisiert. So ist heute nicht mehr nachvollziehbar, welche Funde des Jahres 1891 aus einem Fundzusammenhang stammen. Die Angabe bei Grenier (vgl. Lit.), daß sich die Maske unter der Ausschußware einer Töpferei nahe Worms befand, ist deshalb nicht zu belegen. Darüber hinaus gibt es keinen Hinweis auf Maskenproduktion in Worms. Bisher ist kein weiteres Maskenfragment aus Worms bekannt, und Serienzugehörigkeit, Material sowie Technik der Maske sprechen eindeutig für ein Kölner Produkt.