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33082: Fragment einer Terrakottamaske

Saarbrücken, Museum für Vor- und Frühgeschichte

Pictures available: 3

Object Information - general

Presently located:

Saarbrücken, Deutschland, DE, Museum für Vor- und Frühgeschichte. Inv. no. Rh 1988: 16-216
- Place information is Aufbewahrungsort -

Provenience:

Reinheim (Gde. Gersheim, Saarpfalz-Kr.) (1988), Gallo-römische villa auf dem Heidenhübel, am östlichen Ende des Wasserbeckens, aus der Verfüllung des Beckens

Category/Culture Area/Function:

Terrakotte
Belongs to monument: nein
cultural sphere: römisch

Dating:

.
- after: H. Rose -

Condition:

Fragment(e)
Erhaltung: Fünf meist anpassende Fragmente, erhalten ist der obere rechte Teil mit oberem und seitlichem Rand, Teilen des Schädeldachs und der Stirn, Ohr, Braue, Auge, einem Großteil von Wange und Nase einschließlich eines Stücks der Oberlippe
Colour remains: Reste rötlicher Bemalung in der Mulde zwischen Oberlid und Braue, ein dünner dunkler Strich auf dem Brauengrat

Measurements / Material:

B 10,5 cm
H 21,4 cm
T 12,3 cm
Comments: Material allgemein: Gelblichhellbrauner, etwas rötlicher Scherben mit mittelgroßen und wenigen großen roten und dunklen Magerungspartikeln sowie verhältnismäßig viel Glimmer

Literature:

J.-P. Petit/J. Schaub, Bliesbruck Reinheim. Parc archéologique européen. Guides Arch. France ([o. O.] 1995) 92
E. Strahl, Eine Theatermaske aus der gallo-römischen Villa von Reinheim, Gemeinde Gersheim, Saarpfalz-Kreis. In: J. M. Massing/J.-P. Petit (Hrsg.), Blesa I. Festschr. Jean Schaub (Metz 1993) 209–213.
H. Rose, Die römischen Terrakottamasken in den Nordwestprovinzen : Herkunft - Herstellung - Verbreitung - Funktion. Monumenta Artis Romanae 37 (Wiesbaden 2006) Cat. no. 28 Pl. 2;

Catalog text

Catalog number: 28

Es handelt sich mit einiger Sicherheit um ein Trierer Importstück, denn ein seriengleiches Fragment (Kat. Nr. 28) stammt aus dem Töpfereibezirk Trier-Süd. Auch das Material spricht für ein Trierer Produkt. Ungewöhnlich an der Serie Reinheim ist, daß die Maske sehr tief, dafür aber sehr schmal gewesen zu sein scheint. Das Auge ist oval ausgeschnitten, doch ist ein kleiner Streifen unterhalb des Oberlids stehengeblieben. Die Bruchstücke, aus denen die Maske zusammengesetzt wurde, weisen etwas divergierende Farben auf, was mit unterschiedlichen Lagerungsbedingungen zusammenhängt. Die beiden Fragmente von Schädel und Ohr sind ein wenig dunkler und gelblicher, die drei vorderen mit Stirn, Auge, Wange und Nase dagegen heller und rötlicher. Das ca. 40 m lange Wasserbecken, in dem die Bruchstücke gefunden wurden, war mit einer Schuttschicht gefüllt, die am östlichen Ende auf 3 m Länge stark mit Keramik durchsetzt war. Es lag zwischen den Eckrisaliten an der Nordfassade der großen Villa und wurde um die Wende vom 2. zum 3. Jh. n. Chr. im Zuge von Umbaumaßnahmen aufgegeben.